YogArt Yoga zu Linie und Raum im Ludwig Museum

Mittwoch, 10. Juli und 20. August 17.30 Uhr bis 19 Uhr

Nam Tchun Mo | Spring Beam, 2018, © Nam Tchun Mo

Seit einiger Zeit blüht der Trend des Yoga im Museum auf. Große Museen wie in London und New York sind die Vorreiter und jetzt bringt das Ludwig Museum den Trend auch nach Koblenz.

Hierbei dient das Museum nicht einfach als zweckmäßige Räumlichkeit. Im Gegenteil, das Yoga soll durch Meditation und körperliche Entspannung einen temporären Wahrnehmungsraum schaffen, der die Distanz zwischen den Betrachtern und der Kunst aufheben. Das Ziel ist neue Sichtweisen zu ergründen und in die Welt der Kunst abzutauchen.

Nach einem sehr erfolgreichen Auftakt einer Reihe von Yoga-Asana im im Herbst letzten Jahres, die auf ein breites Medien- und Besucherinteresse stieß, bietet das Ludwig Museum Koblenz nun eine weitere Reihe an. Das Besondere daran ist, dass sich die Übungen – angeleitet von Petra Butter (Yogalehrerin) auf das jeweilige Werk beziehen und seitens Klara Müllers (Mitarbeiterin im KunstKontakt Team) jeweils speziell zu dem Abend auch ein kunstvermittelnder Teil entwickelt wird. Spannend ist, dass zum Teil Werke betrachtet werden, die dem Yoga eher fern zu sein scheinen, wie im letzten Jahr Arbeiten des Künstlers George Pusenkoff, der ursprünglich aus dem informatisch-technischen Bereich kommt.

“Als ich diesem Event zum ersten Mal im V&A in London begegnet war, hat mich interessiert, ob es wirklich hält, was es verspricht”, erzählt Klara Müller, Mitarbeiterin im KunstKontakt Team und ehemalige FSJlerin im Ludwig Museum. “Für mich persönlich hat Kunst einen hohen Stellenwert. Diese Begeisterung und Interesse jedoch zu teilen ist oft schwer, da jeder Mensch ein anderes Verständnis von Ästhetik hat und sich von den unterschiedlichsten Aspekten angesprochen fühlt. Dabei ist wichtig, dass es nicht um das reine „Mögen“ von Kunst geht, sondern um Kunst, die einem auf jegliche Weise berührt, sei es abstoßend oder schockierend, euphorisierend oder anziehend usw. – und die anschließende Ergründung der Frage „warum fühle ich das, was ich fühle?“. “
Um den Raum zwischen Kunstwerk und Betrachter so zugänglich wie möglich zu machen, sind solche alternativen Konzepte notwendig.
Oftmals wirkt gerade die klischeehaft versteifte Atmosphäre in Museen als Barriere. Besucher werden von der Wucht an Reizen der Kunstwerke im Ausstellungsraum eingenommen, wodurch der Blick oberflächlich auf den Kunstwerken liegt und spätestens nach dem 10. Werk übersättigt ist, ohne in die Tiefe gegangen zu sein. Verstärkt durch die Regeln (Sicherheitsabstand etc.) zur Erfüllung der ersten vier Säulen -Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen- wird die fünfte Säule-Vermitteln-häufig zurückgestellt. Dabei ist gerade dieser Aspekt besonders wichtig, um Museen am Leben zu erhalten. 
“Durch meine Mitarbeit in der Museumspädagogik des Ludwig Museum Koblenz habe ich nun die Möglichkeit als Vermittler zu agieren. So war es naheliegend, dass ich im Rahmen eines eigenen Projektes mich mit dem Konzept des Yoga im Museum auseinandersetze und selber solch ein Event organisiere.” so Müller.

In Zusammenarbeit mit Petra Butter, Yogalehrerin, bietet Klara Müller weitere Yogakurse an: Mittwoch, 10.07 und 20.08
von 17:30 bis 19:00 Uhr 
 – an denen jeweils ein Kunstwerk aus der Sonderausstellung oder der hauseigenen Sammlung intensiv betrachtet wird.
In thematisch abgestimmten Asanas werden die Hektik und Reize des Alltags zurück gelassen und der Fokus auf die eigene Wahrnehmung der Kunst gelegt.
So die Theorie… Wenn Sie offen für Perspektivwechsel und neue Herangehensweisen sind, dann sind sie herzlich dazu eingeladen die Wirkung von Yoga im Museum selber zu erfahren.

Bitte in bequemer Kleidung kommen

Kosten
Kinder, Schüler, Studierende: frei
Erwachsene: 6 (regulärer Eintrittspreis in das Museum)
Frau Butter wird die Yogastunde unentgeldlich anleiten, daher befindet sich vor Ort eine Spendenbox
Informationen und Anmeldung (10 Tage im Voraus)
Mail: Kasse.Ludwig-museum@stadt.koblenz.de
Telefon: 0261 3040-416

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