Poetische Klanginstallationen

Außerdem: Junge Fotografie

Sylvie Felgueiras, Share your Memories 003, Fotografie, 20 x 30 cm © Sylvie Felgueiras

Eine Hypotenuse ist die längste Seite eines rechtwinkligen Dreiecks. Was dieser mathematische Begriff jedoch mit „Annkathrin“ und einer Klanginstallation zu tun hat, diesem Rätsel muss man selbst auf Grund gehen, wenn man ab dem 29. August die Ausstellung „Annkathrin und Hypotenuse“ von Tina Tonagel im Saarländischen Künstlerhaus besucht. Die Kölner Künstlerin, geboren 1973, hat in den letzten Jahren ein spannendes Werk geschaffen, in dem sie sich immer wieder mit Licht, Bewegung und Klang auseinandersetzt. Entstanden sind kinetische Bilder und Klangobjekte sowie raumgreifende Installationen. Eine ihrer Arbeiten heißt beispielsweise „Chor der Chimären“ (2014): rhythmisch öffnen und schließen sich immer wieder vier an einer Wand hängende Fächer. Bei einem anderen Werk lässt Tonagel Triangeln, ebenfalls an eine Wand montiert, durch Elektromagneten anspielen. Gerade wenn die Künstlerin ihre mechanischen Apparaturen miteinander verbindet, werden daraus wundersame Ensembles und filigrane Kompositionen voller Poesie.

Parallel zur Ausstellung von Tina Tonagel läuft in den übrigen Räumen des Künstlerhauses die Präsentation des grenzüberschreitenden Projektes „Regards sans Limites/ Blicke ohne Grenzen #4“. Es handelt sich dabei um einen Förderpreis für junge Fotografen und Fotografinnen initiiert zusammen mit Surface Sensible, dem CCAM – Scène Nationale de Vandœuvre-lès-Nancy und der Abbaye de Neumünster, wo bereits im Mai im Rahmen des europäischen Monats der Fotografie die Gewinner Sylvie Felgueiras, Florian Glaubitz und Thilo Seidel gezeigt wurden (siehe OPUS Nr. 73).

Beate Kolodziej

Beide Ausstellungen sind zu sehen bis 20. Oktober.
www.kuenstlerhaus-saar.de

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