Widerhall der Antike im Rheinischen Landesmuseum Trier

Der Münchner Maler Werner Kroener reflektiert in seiner Malerei antike Kunstwerke

Einblick in die Ausstellung “Echo. Die Aura der Antike. Werner Kroener” © GDKE, Rheinisches Landesmuseum Trier, Künstler: Werner Kroener, Foto: Thomas Zühmer

Die Antike im Antlitz zeitgenössischer digitaler Malerei ist das Thema der neuen Sonderausstellung im Rheinischen Landesmuseum in Trier. Unter dem Titel „Echo. Die Aura der Antike“ zeigt das Museum ab dem 20.6. Werke des Münchner Malers Werner Kroener. Die Ausstellung gehört zur Werkgruppe des Time Codes Zyklus des Künstlers. Nach Walter Benjamin bezeichnet die Aura eines Kunstwerks die Ausstrahlung eines Werks, die sich aus seiner Einmaligkeit und Originalität unmittelbar herleitet, es allerdings dabei  gleichzeitig in eine gewisse Ferne entrückt. In seinen Gemälden reflektiert Kroener  antike Kunstwerke der Glyptotek München und des Rheinischen Landesmuseums Trier in ihrer Bedeutung  für die eigene Malerei und das kollektive Bildgedächtnis. Einem Echo gleich hallen dabei die antiken Werke in den zeitgenössischen digitalen Gemälden des Künstlers wider. Kroener, der seit 1987 als Professor für Gestaltungslehren, visuelle Kommunikation und Bildsprache in München lehrt, wurde 1944 in Koblenz geboren und wuchs in Bonn auf. In seinen Arbeiten experimentiert er mit unterschiedlichen Darstellungstechniken und Bildsprachen. Zu seinen zentralen Themen gehören die Ausdrucksmöglichkeiten der digitalen Malerei. Eine Ausstellungsbesprechung folgt in OPUS 81 im September.

Eva-Maria Reuther im OPUS Kulturmagazin Nr. 80 in der Rubrik “Farben & Formen”

Die Ausstellung ist vom 20.06.2020 bis zum 12.09.2021 zu sehen.

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