“Von menschlicher Willkür und menschlichem Leid” – neue Ausstellung des Adolf-Bender-Zentrums

vom 05. Mai - 31. August im Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel

© Peter Riede

Kann die Kunst einen Zugang zum dunkelsten Abschnitt der deutschen Vergangenheit ermöglichen, während im Jahr 2019 die Zahl der Zeitzeugen weiter schrumpft und zahlreiche europäische Länder einen politischen und gesellschaftlichen Rechtsruck erfahren?

Dieser Herausforderung stellt sich das Adolf-Bender-Zentrum mit seiner neuen Ausstellung “Von menschlicher Willkür und menschlichem Leid”. Sie soll einerseits Gedenkstätte für das Vergangene, zugleich aber auch Ort des Nachdenkens über die Zukunft sein. Adolf Benders Bilder, die von seinen eigenen Erfahrungen und Beobachtungen im KZ geprägt wurden, stehen im “Zwiegespräch” mit den Skulpturen Seiji Kimotos, die die scheinbar so weit entfernten Geschehnisse des NS-Unrechtsstaats erfahrbar machen wollen. Der Fokus liegt auf dem Menschen – als Täter und als Opfer.

Die Ausstellung, die gezielt auch junge Menschen ansprechen soll, zeigt den Bilderzyklus “Die Moorsoldaten” von Adolf Bender in Korrespondenz mit Einzelskulpturen aus dem Zyklus “Macht und Ohnmacht” bzw. “Menschenschatten” von Seiji Kimoto.

Midissage findet am 23. Juni um 11 Uhr im Adolf-Bender-Zentrum in St. Wendel statt. Besucher können die Ausstellung aber bereits ab dem 5. Mai besichtigen. Für Gruppen und Schulklassen können kostenfreie Führungen gebucht werden. Auch der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Adolf-Bender-Zentrums oder unter info@adolf-bender.de.

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