Verein “Fair im Saarland” gegründet

„Fair“ gilt für Menschen, Waren und Nachhaltigkeit

Die Saarschleife am frühen Morgen © Eike Dubois

(red.) Unter dem Namen „Fair im Saarland FimS e.V.“ tritt ein Bündnis aus den Gewerkschaften ver.di und NGG, dem Netzwerk Entwicklungspolitik Saar (NES), dem BUND, der Aktion 3. Welt Saar e.V. und der Arbeitskammer des Saarlandes an, die nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Die Partner setzen auf gezielte Aufklärung und auf ein Umsteuern bei Konsum, Verhalten und Arbeit.

 

„Fair ist nicht gleich fair“, betont Holger Meuler, Vorstandsvorsitzender des neugegründeten Vereins. „Jeder kennt die Siegel und Labels, mit denen Waren ausgezeichnet werden und viele Menschen orientieren sich daran. Doch die Arbeit vieler Menschen hierzulande ist in vielen Branchen von mangelnder Mitbestimmung und schlechter Bezahlung geprägt.“ Wie sich die Arbeitsbedingungen der Angestellten, beispielsweise im fleischverarbeitenden Gewerbe, gestalten, wurde kürzlich im Rahmen der Corona-Pandemie im Fall Tönnies bewusst.

 

„Sich mit dem Wort ,nachhaltig‘ zu schmücken ist einfach. Um sich nachhaltig mit einem Engagement entlang der drei Dimensionen Soziales, Wirtschaft und Ökologie zu verhalten, bedarf es aber mehr: einem Miteinander, Transparenz und Fairness – sowohl im globalen Süden als auch im globalen Norden“, so der Vorstandsvorsitzende.

 

„Wenn man da auf eine nachhaltige Generationengerechtigkeit angesprochen wird, muss man erwidern: Es besteht Handlungsbedarf, wenn Nachhaltigkeit nicht nur eine Worthülse darstellen soll. Wir alle sind aufgefordert, heute und zukünftig für eine gerechtere, umweltverträgliche und faire Entwicklung einzutreten. Ansonsten endet das Thema Nachhaltigkeit spätestens bei den Beschäftigten, die Produkte produzieren und verkaufen.“

 

Der Verein „Fair im Saarland“ will Arbeitnehmer*innen, Konsument*innen, Schüler*innen und Betrieben künftig Orientierung geben und bei einer angestrebten nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Neben Nachhaltigkeitskriterien wie Klima- und Umweltverträglichkeit sind lokale und regionale Faktoren (wie etwa gute Arbeitsbedingungen) fester Bestandteil der Vereinsarbeit.

 

Kontakt:

Vorstandsvorsitzender Holger Meuler holger@meulers.de, mobil: +49 1703210745

Stellv. Vorsitzender Christoph Hassel  (BUND Landesverband Saar e.V.)

Weitere Vorstandsmitglieder:

Gabriele Ungers (Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland )

Roland Röder (Aktion 3. Welt Saar e.V.)

Mark Baumeister (NGG – Region Saarland)

Geschäftsführende Stelle Arbeitskammer des Saarlandes:

wirtschaft.umwelt@arbeitskammer.de, Tel. 0681-4005343

Ein Kommentar

  1. Das eigentliche Unwort “Nachhaltigkeit” geistert nun schon seit Jahren durch alle Medien und Werbekampagnen. Allzu oft wird uns unter diesem Deckmantel etwas verkauft oder schmackhaft gemacht, das nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Wer nachhaltig denkt und agiert, sollte nicht nur bis morgen oder an schnellen Gewinn denken, sondern etwas für die nachfolgende Generation tun. DAS wäre nachhaltig!
    Ganz wichtig wäre es, die Tourismusbranche mit an Bord zu holen. Genau dort wird einem “Nachhaltigkeit” überall aufs Auge gedrückt. Ist man einmal selbst vor Ort, schaut nur mal kurz nach rechts und links, dann merkt man schnell, dass alles zur Makulatur wird.
    Gerade der Tourismus wird mit vielen Steuergeldern subventioniert, unsere Umwelt hat davon leider nichts.
    Hier müsste mehr Druck gemacht werden. Unsere zerstörte Umwelt ist das, was wir unseren Kindern hinterlassen.

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