Stein(h)art – Altägyptische Gefäße von ewiger Schönheit

Eine Studio-Ausstellung in der Schau „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“

Inszenierung der Sargkammer des Sennefer / Copyright: Grundschule Weyersberg
Sennefer war als „Bürgermeister der südlichen Stadt“, des antiken Theben, einer der
ranghöchsten Beamten der Zeit Amenhoteps II. (1425 – 1400 v. Chr.) Sein Grab in ThebenWest
gehört zu den größten Anlagen seiner Zeit und ragt durch eine vollständig dekorierte
unterirdische Sargkammer heraus. In der Ausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“
können die Besucher eine originalgetreuen Inszenierung der berühmten Sargkammer des
Sennefer betreten.


11.11.2018 – 10.2.2019
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Museum Weltkulturen D5

Mit der Schau „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“ entführen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-
Museen ins faszinierende Reich der Pharaonen. Bereits mehr als 200.000 Besucher haben die
beliebte Präsentation gesehen. Im Herbst dürfen sich die Gäste auf eine neue Attraktion freuen.
Vom 11. November 2018 bis 10. Februar 2019 bereichert die Studio-Ausstellung „Stein(h)art“ den
Rundgang.
Im Mittelpunkt stehen altägyptische Gefäße, die durch ihre zeitlose Schönheit und meisterliche
Verarbeitung bestechen. Die rund 100 kostbaren Steingefäße reichen von der prädynastischen
Zeit bis ins Mittlere Reich (4000 – 1680 v. Chr.). Die ältesten Stücke sind fast 6000 Jahre alt und
wirken mit ihrer reduzierten Ästhetik trotzdem überraschend modern. Sie sind weitgehend
ornamentfrei und bezaubern durch ihr Spiel mit markant gemaserten und farblich
herausragenden Materialien. Gesteinsarten wie Basalt, Brekzie, Grauwacke und Diorit sind
ausgesprochen schwer zu bearbeiten. Sie verlangen vom Steinmetz große Geduld und hohe
Sachkenntnis. Die makellose Ausführung beweist eindrucksvoll, zu welch großer Meisterschaft
die Künstler im Alten Ägypten mit einfachen Werkzeugen fähig waren. Das Spektrum der
gezeigten Objekte reicht von großen, wuchtigen Werken über elegante Alabasterbecher bis hin
zu einem filigranen Fläschchen aus Lapislazuli mit Goldapplikationen.
Steingefäße waren wichtige Grabbeigaben und wurden in großer Zahl in den Grablegen der
altägyptischen Herrscher gefunden, vor allem in der berühmten Stufenpyramide des Djoser in der
Nekropole Saqqara südlich von Kairo. In dieser ältesten Pyramide der Welt wurden mehrere
Tausend kostbare Gefäße aus unterschiedlichsten Steinen gefunden.
Die Studio-Ausstellung „Stein(h)art“ stellt Design und Ästhetik der Exponate in den Fokus. Durch
eine zurückhaltende Ausstellungsgestaltung kommt die Schönheit der einzelnen Stücke zum
Tragen.

Über die Ausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“

Die Studio-Ausstellung „Stein(h)art“ erweitert die Präsentation „Ägypten – Land der
Unsterblichkeit“, die dauerhaft im Museum Weltkulturen D5 zu sehen ist. Bereits mehr als
200.000 Besucher haben sich von dieser an den Nil entführen lassen. Die Schau illustriert mit
außergewöhnlichen Exponaten und aufwändigen Inszenierungen wichtige Aspekte wie das
Alltagsleben im Alten Ägypten, die Stellung des Pharaos und seines Beamtenstaates, den
aufwändigen Totenkult sowie die weitverzweigte Götterwelt. Sie spannt den Bogen von den
Anfängen im 4. Jahrtausend v. Chr. über das Alte, Mittlere und das Neue Reich, die ptolemäischrömische
Epoche bis zur koptischen Zeit im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr.
Besondere Publikumslieblinge sind die originalgetreue Inszenierung der reich verzierten
Sargkammer des Sennefer sowie ein Entdecker-Raum mit Mitmach-Stationen für Kinder und
Familien. Durch den Austausch von Exponaten und ergänzende Studio-Ausstellungen gibt es
regelmäßig neue Kostbarkeiten zu bewundern.
www.rem-mannheim.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.