Staatstheater Mainz: Neue Premieren in der Stadt

"Tal der Ahnen" am 17. Juni im Alten Postlager / "Eine Sommernacht" am 20. Juni im Innenhof des Landesmuseums Mainz

© staatstheater-mainz.com

(red.) Das Staatstheater Mainz kündigt neue Spielorte an:

“Wir spielen wieder — und wir erobern mit dem Theater neue Orte in der Stadt! Die Nachfrage nach den Vorstellungen im Großen und Kleinen Haus ist riesig, die Platzkapazitäten sind aus bekannten Gründen begrenzt — und so freuen wir uns sehr, dass wir weitere Möglichkeiten in Mainz gefunden haben, für das theaterhungrige Publikum zu spielen. Dank der spontanen und engagierten Unterstützung der Verantwortlichen sowohl des Landesmuseums als auch des Gutleut können wir mit der skurrilen romantischen Komödie Eine Sommernacht im lauschigen Innenhof des Landesmuseums spielen und mit der spartenübergreifenden Musiktheaterproduktion Das Tal der Ahnen das Alte Postlager zum Zufluchtsort der Cherokee machen…


In einer Inszenierung von Niklaus Helbling lädt das Ensemble aus Oper und Schauspiel die Zuschauer*innen ein an diesen geheimen Ort, an dem sie schon seit Generationen ihre toten Häuptlinge begraben. So erzählt es ein Bessy-Comic-Heftchen von 1967. Für viele Kinder waren diese Comics mit ihren fiktiven amerikanischen Ureinwohnern ein fast ebenso wichtiger Zufluchtsort wie das Tal für die Cherokee. Gleichzeitig waren sie auch eine Form von kindlicher Revolte gegen Eltern, die solche Hefte für verderblich hielten. Auch Franz Kafka war ein Leser von Trivialliteratur. In seiner Erzählung Wunsch, Indianer zu werden beschreibt er einen rasanten Ritt auf einem Pferd. Mit zunehmender Geschwindigkeit lösen sich Zaumzeug und Tier in Luft auf, so als transportiere die Bewegung den Reiter in eine nächste Dimension oder ins Nirwana. Eine düstere Ahnung schwingt hier mit: Die amerikanischen Ureinwohner finden nicht nur Schutz im Tal, sie sind dort auch dem Tode geweiht. Melancholie gehört zu ihren Geschichten ebenso wie der Impuls zum Kampf, zur Gegenkultur. Als Sinnbild dafür kann der Komponist und Bandleader Frank Zappa gelten, der in den späten 60er und frühen 70er Jahren zur Ikone der Hippiebewegung und Hassfigur des konservativen, religiösen Amerikas wurde. Niklaus Helbling hat den Abend gemeinsam mit den Musikern Paul-Johannes Kirschner und Dominik Fürstberger kreiert. In ihrem Tal der Ahnen kann man nicht nur Häuptlingen begegnen, sondern auch erleben, wie Opernsänger*innen und Schauspieler*innen zu Rockstars werden.”

Alle aktuellen Infos unter: www.staatstheater-mainz.com

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