Spielplanänderungen im August / September an der Oper Frankfurt

Menottis “The Medium” ab 13. September 2020, hier: Toby (unten) und Monica (oben) © Barbara Aumüller

(red.) Vor dem Hintergrund der Einschränkung des Proben- und Spielbetriebs durch die Corona-Krise sind an der Oper Frankfurt im August / September 2020 vorbehaltlich einer weiteren Lockerung der Corona-Verordnungen folgende Spielplanänderungen nötig:

Die Frankfurter Erstaufführung von György Ligetis Le Grand Macabre (Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Inszenierung: Vasily Barkhatov) am 13. September 2020 wird in die Spielzeit 2023/24 verschoben. Stattdessen soll die Produktion von Gian Carlo Menottis The Medium (Musikalische Leitung: GMD Sebastian Weigle; Inszenierung: Hans Walter Richter), die im vorigen Sommer im Bockenheimer Depot zusammen mit Bruno Madernas Satyricon ihre Deutsche Erstaufführung feierte, erstmals im Opernhaus zu sehen sein – zwar ohne Satyricon, dafür neu kombiniert mit kurzen Orchester- und Chorwerken, um den Kollektiven die Chance zu geben, sich endlich wieder prominenter vor Publikum präsentieren zu können. Der Oper Frankfurt gelingt mit diesem Wechsel, die erfolgreiche Inszenierung jenem Teil des Publikums zugänglich zu machen, der sie seinerzeit im Depot versäumt hat. Die Planung von zwei Vorstellungen an einem Tag sorgt zudem dafür, dass trotz vermutlich begrenzter Zuschauerzahl möglichst viele Interessierte die Produktion sehen können. Die September-Termine lauten: 13. (17.00 und 20.30 Uhr), 17. (19.30 Uhr), 19. (17.00 und 20.30 Uhr) und 25. (17.00 und 20.30 Uhr) September.

Zudem sieht der Spielplan der Oper Frankfurt für den Monat September – wie ursprünglich geplant – drei Wiederaufnahmen vor: Vincenzo Bellinis I puritani (Musikalische Leitung: Oksana Lyniv; Inszenierung: Vincent Boussard) kehrt allerdings erst am 3. September 2020 um 19.00 Uhr anstatt am gestrichenen 30. August 2020 in den Spielplan zurück, gefolgt von Mozarts Le nozze di Figaro (Musikalische Leitung: Rory Macdonald; Inszenierung: Guillaume Bernardi) ab 18. September 2020 um 19.00 Uhr. Aufgrund der herrschenden Auflagen kann die für den 27. September 2020 geplante Wiederaufnahme von Dmitri D. Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk wegen ihrer überdurchschnittlich großen Solisten-, Chor- und Orchesterbesetzung nicht gezeigt werden. An ihrer Stelle wird nun um 18.00 Uhr Jules Massenets Werther (Musikalische Leitung: Takeshi Moriuchi; Inszenierung: Willy Decker) vorgezogen – ein Werk mit kleinerer Solisten-, Chor- und Orchesterbesetzung, das ursprünglich für Mai 2021 geplant war. Alle veröffentlichten Folgetermine dieser September-Wiederaufnahmen können wie vorgesehen gehalten, die Produktionen an sich aber eventuell nur in bearbeiteter Form aufgeführt werden. Als Spieltag neu hinzugekommen ist der 24. September 2020, an dem um 19.00 Uhr Le nozze di Figaro gezeigt wird.

Was die zahlreichen Sonder- und Foyer-Veranstaltungen betrifft, wird an einem Konzept gearbeitet, um wenigstens einen Teil davon präsentieren zu können.

Der bereits veröffentlichte Vorverkaufsbeginn am 6. Juli 2020 kann nicht gehalten werden. Ein alternatives Datum nach den Theaterferien wird rechtzeitig bekannt gegeben. Dies liegt daran, dass in den September-Vorstellungen zuerst alle Abonnenten berücksichtigt werden sollen. Dabei besteht die berechtigte Hoffnung, dass bis zum Spätsommer den Auflagen entsprechend eine weitere Öffnung des Platzangebotes positiv korrigiert werden kann. „Für uns kommt auf keinen Fall in Frage, auch in der kommenden Saison nur vor 250 Menschen zu spielen, zumal es den momentan geltenden Abstandsregeln zufolge in der Realität nur knapp über 140 Plätze sind. Ich denke dann schon eher an ca. 500 Personen, damit das künstlerisch wie auch wirtschaftlich Sinn macht“, so Intendant Bernd Loebe.

Weitere Spielplanänderungen – auch in den Monaten nach September 2020 – können zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, werden dann aber rechtzeitig bekannt gegeben.

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