„Ritter, Bauer, Edeldame“ – Interaktive Sonderausstellung im Landesmuseum Mainz

Mitmachstation zum Thema Ritter © LVR-LandesMuseum Bonn, Foto: Jürgen Vogel

(red.) Die Ausstellung „Ritter, Bauer, Edeldame. Erlebe das Mittelalter mit Händen und Füßen“, die seit Juni 2020 bis 18. April 2021 im Landesmuseum Mainz zu sehen ist, ist ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) mit dem Rheinischen Landesmuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), dem Museon Den Haag, dem Museum Het Valkhof Nijmegen und Bruns B.V. Bergeijk. Als Vertreter der Lizenzgeber ist Lothar Altringer, stellvertretender Direktor des LVR-LandesMuseums Bonn, eigens zur Vorstellung der Ausstellung angereist: „Es ist schön zu sehen, wie das erfolgreiche Ausstellungskonzept an unterschiedlichen Orten funktioniert und ich bin mir sicher, dass es auch hier im Landesmuseum Mainz viele Familien begeistern wird.“

Um den über 30 interaktiven Stationen ausreichend Platz zu bieten, wurde der gesamte ehemalige Marstall des Landesmuseums Mainz mit seiner rund 420 m² großen Fläche der Sonderausstellung zur Verfügung gestellt. „Unser Ziel ist es“, so Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE, „Familien mit Kindern die bunte Vielfalt des mittelalterlichen Lebens spielerisch erlebbar zu machen. Damit wollen wir im Vorfeld zu unserer Kaiser-Ausstellung eine inhaltliche Brücke bauen, die in diesem und im kommenden Jahr möglichst viele Menschen aller Altersgruppen animiert, sich im Landesmuseum Mainz mit unserer mittelalterlichen Vergangenheit, die buchstäblich vor unserer Tür sichtbar ist, mit allen Sinnen auseinanderzusetzen“.

Unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln wurde die Ausstellung so konzipiert, dass die Besucherinnen und Besucher durch analoge und display-basierte interaktive Spielmöglichkeiten die Welt des Mittelalters entdecken und erleben können. Um die interaktiven Flächen nutzen zu können, stehen individualisierte Touchstifte zur Verfügung, die die Besucher anschließend mit nach Hause nehmen dürfen.

Aufgeteilt in sieben Themenbereiche (die Edeldame, die Händlerin, der Ritter, der Mönch, der Spielmann, der Bauer und der Handwerker) entsteht so ein Spaß für mehrere Generationen (für Kinder ab 6 Jahren) mit spielerischen Aufgaben, die alleine oder in Kleingruppen gemeistert werden können. „Das Besondere an unserer Mitmach-Ausstellung“, so die Direktorin des Landesmuseums Mainz, Dr. Birgit Heide, „dass hier die spielerischen und kurzweiligen Herausforderungen des Alltags aus dem Leben von Ritter, Bauer, Edeldame auf archäologische Originalexponate aus Rheinland-Pfalz treffen“.

Ergänzt werden die Mitmach-Stationen durch Vitrinen mit originalen Exponaten, vom Schwert bis zum elaborierten Schmuckstück, die sowohl einen beeindruckenden Einblick in die mittelalterliche Geschichte von Rheinland-Pfalz geben, als auch die Schnittmenge des alltäglichen Lebens von damals und heute aufzeigen.

Die ca. 85 gezeigten Sammlungsstücke stammen aus den Direktionen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) wie z.B. den Außenstellen Mainz und Speyer, der Landesarchäologie, der Direktion Burgen, Schlösser, sowie privaten Leihgebern.

Die eingesetzten digitalen Formate sowie die Bedienung der einzelnen Displays und Spielelemente sind selbsterklärend. Somit ist es allen Altersgruppen möglich, die Ausstellung zu erkunden. Die gezeigten archäologischen Exponate sind auf Deutsch und Englisch beschriftet, die übrigen Ausstellungsinhalte stehen in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Niederländisch) zur Verfügung.

Während der gesamten Ausstellungsdauer wird ein umfangreiches Rahmenprogramm, unter anderem mit Ferienworkshops, angeboten, das sich sowohl an Kinder, an Familien und auch an Erwachsene richtet. Hier bittet die GDKE, auf aktuelle Angebote zu achten, da alle Termine unter Vorbehalt von der jeweils aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz abhängig sind.

Aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Ausstellung wird darauf hingewiesen, dass Kinder die Ausstellung nur in Begleitung von Erwachsenen besuchen dürfen.

Kindergruppen und Schulklassen werden gebeten, sich im Landesmuseum anzumelden. Aufgrund der hohen Nachfrage sind keine Selbstführungen in der Ausstellung möglich.

 

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