Puzzleteile der Stadtgeschichte: Stadtmuseum Simeonstift Trier stellt ju?ngste Neuzugänge vor

Blumenstillleben der Trierer Malerin Fanny Coupette, 1887 © Stadtmuseum Simeonstift Trier 

Die Sammlung des Stadtmuseums wächst beständig: Durch Schenkungen und gezielte Ankäufe treten auch neue Erkenntnisse über die Geschichte Triers zutage. Vom 29. März 2020 bis 14. Februar 2021 präsentiert das Stadtmuseum ausgewählte Neuzugänge in der städtischen Kunstsammlung in einer Sonderausstellung. 

Trier. Das Stadtmuseum Simeonstift freut sich über drei Neuzugänge in der Sammlung: Die freie Burschenschaft Merowingia (gegründet 1923 als „Mosella zu Trier“, wiedergegründet 1957) hat dem Museum die Verbindungsunterlagen und die Paradeuniformen überlassen. Das aktive Leben der Verbindung wird aktuell nur noch von den „Alten Herren“ aufrechterhalten, die anlässlich des 96. Stiftungsfestes den anwesenden Museumsmitarbeitern Dr. Bernd Röder und Dr. Bärbel Schulte die Objekte überreichten. In einer weiteren Schenkung wurde dem Museum ein kostbares Porzellanservice übereignet, dessen Geschichte bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht und das einst zur Wohnungsausstattung des Justizrats Dr. Hey in der Theodor-Heuss-Allee gehörte, dessen Erben das Service dem Museum geschenkt haben. Das vergoldete und mit herausragenden Sepia-Malereien verzierte Service zeigt Fantasielandschaften und stammt aus der Porzellanmanufaktur Trier. Im Kunsthandel konnte das Museum zudem ein Blumenstillleben der Trierer Malerin Fanny Coupette erwerben. 

Drei Teile im großen Puzzle der Stadtgeschichte, die das Stadtmuseum systematisch erforscht. „Durch die Vielfalt der Schenkungen, mit denen wir bedacht werden, gewinnt das Bild der Geschichte an Facetten“, erklärt Museumsdirektorin Dr. Elisabeth Dühr. „Wir freuen uns über das besondere Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, das uns mit jeder Schenkung entgegengebracht wird.“ Ausgewählte Objekte, die während der vergangenen Jahre durch Schenkungen und gezielte Ankäufe in die Sammlung gekommen sind, stellt das Museum ab Ende März in einer Sonderausstellung vor. „Die ausgestellten Objekte stehen dabei nicht nur für sich, sondern kommen mit einer oftmals bewegten Geschichte zu uns. Diese Geschichten zu rekonstruieren und unseren Besucherinnen und Besuchern zu erzählen, ist ein spannender Aspekt unserer Arbeit“, so Dühr. 

Aufruf: Was sammeln Sie? 

Im Rahmen der Sonderausstellung „Gesammelt und gesichtet. Ausgewählte Neuzugänge im Museum“ werden nicht nur die Schätze der städtischen Sammlung präsentiert: In einer eigenen Abteilung können Privatsammler eine Auswahl ihre Kostbarkeiten zeigen. Ob Kunstwerke, Postkarten oder Biergläser – dem Sammlungsgebiet sind keine Grenzen gesetzt. Die Privatsammlungen werden während der Laufzeit der Ausstellung (29. März 2020 bis 14. Februar 2021) im Wechsel präsentiert. Interessenten wenden sich mit einer kurzen Vorstellung ihres Sammlungsgebiets an die Adresse stadtmuseum@trier.de oder 0651 718 1459. 

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