Programmvorschau zu den Festspielen Ludwigshafen 2019

18. Oktober bis 14. Dezember am Theater im Pfalzbau

Götz von Berlichingen © Alen Ljubbic

Große Namen, Stoffe und Talente finden sich auch bei den diesjährigen Festspielen am Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen: Für die Werkschau wurde das Deutsche Schauspielhaus Hamburg eingeladen, das unter anderem zwei Inszenierungen zeigt, die beim Theatertreffen in Berlin auf der Bühne standen.

Das Programm in den Bereichen Schauspiel und Tanz ist nicht nur abwechslungsreich zwischen Klassikern wie dem “Götz von Berlichingen” und zeitgenössischen Stoffen wie “Europa flieht nach Europa” sondern auch genreübergreifend von klassischem Ballett bis Hip Hop. Diversität in mehreren Dimensionen: Im tänzerischen Bereich verspricht das Programm ausschließlich internationale Darbietungen – von Lateinamerika über Israel bis in die Niederlande.

Überwiegend lokal geht es beim Begleitprogramm zu, wo “Wort & Wein” zum Verweilen einladen, Jan Philipp Reemtsma aus Arno Schmidts Gedichten liest und die Debatte um den umstrittenen Idenditätsbegriff, der unter anderem durch die nationalistischen Äußerungen zur “Leitkultur” in den letzten Jahren an Aktualität gewann, wieder aufgenommen wird. Die Brücke zwischen Tradition und Veränderung schlägt die Klanginstallation “Gletschermusik”, die kaukasische Klänge mit dem Klimawandel und der damit einhergehenden Gletscherschmelze kombiniert.

Ausführlicher berichtete Astrid Möslinger im OPUS Kulturmagazin Nr. 75 und im OPUS Kulturmagazin Nr. 76.

Hier finden Sie das komplette Programm:


König Lear © Matthias Horn

Schauspiel: Werkschau mit dem Deutschen SchauSpielHaus Hamburg:

William Shakespeares “König Lear”, Inszenierung von Karin Beier, Termine: 26. / 27. Oktober

Elfriede Jellineks “Am Königsweg”, Inszenierung von Falk Richter, Termine: 01. / 02. November

Alan Ayckborns “Ab jetzt”, Inszenierung von Karin Beier, Termine: 29. / 30. November

nach Theodor Fontane: “Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie”, Inszenierung von Barbara Bürck & Clemens Sienknecht, Termin: 14. Dezember

Schauspiel:

nach Alain Badiou: “Ahmed revient”, Inszenierung von Didier Galas, Termine: 06. / 07. November

Bertolt Brechts “Dreigroschenoper”, Inszenierung von Robert Wilson, Berliner Ensemble, Termine: 09. / 10. / 11. November

Johann Wolfgang Goethes “Götz von Berlichingen”, Inszenierung von Tilman Gersch, Termine: 22. / 23. November

Miroslava Svolikovas “Europa flieht nach Europa”, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Inszenierung von Alia Luque, Termin: 08. Dezember

Vertikal © Laurent Philippe

Tanz:

Isreal Ballett zeigt Andonis Foniadakis “Black Swan” und Sharon Eyals “Nova Carmen”, Termine: 18. / 19. Oktober

Compagnie Käfig zeigt Mourad Merzoukis “Vertikal” (Hip-Hop), Termin: 23. Oktober

CEPRODAC (Mexiko) zeigt Damien Jalets “Omphalos”, Termin: 15. November

17 buddhistische Mönche zeigen Sidi Larbi Cherkaouis “Sutra”, Termine: 19. / 20. November

fuse* (Italien) zeigt “Dökk” (Multi Media Tanz Performance), Termine: 26. / 27. November

Scapino Ballet Rotterdam (Niederlande) zeigt Ed Wubbes “Le chat noir” und “Holland”, Termin: 03. Dezember

São Paulo Dance Company zeigt Édouard Locks “Trick, Cell, Play”, Michel Fokines “Der Feuervogel” und Joëlle Bouviers “Odisseia”, Termine: 06. / 07. Dezember

Jan Philipp Reemtsma liest Arno Schmidt © Jan Philipp Reemtsma

Extras:

Konzert der Klangforscherin und Singer-Songwriterin Gaye Su Akyol (Türkei) am 20. Oktober

Die Reihe Wort & Wein mit Regionalbezug beginnt am 31. Oktober

Arno-Schmidt-Lesung mit Jan Philipp Reemtsma am 13. November

Kulturpolitische Diskussion zum Thema “Brauchen wir Identität?” am 18. November

Multimediale Klang­installation “Gletschermusik” als Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und der Gletscherschmelze am 04. / 05. Dezember

Weitere Informationen: www.theater-im-pfalzbau.de

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