Pietari Inkinen auch weiterhin Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie

Pietari Inkinen © Foto: Kaupo Kikkas

(red.) Der finnische Dirigent Pietari Inkinen hat seinen Vertrag als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie (DRP) bis 2025 verlängert. Er ist seit 2017 im Amt. Ab der neuen Saison rückt er das sinfonische Werk von Béla Bartók und Anton Bruckner in den Fokus. Zwei der großen letzten Sinfonien von Antonín Dvorák werden erarbeitet und die CD-Gesamteinspielung nahezu abschließen. Um das Werk seines Landsmannes Jean Sibelius nicht zuletzt auch Rundfunkhörern vertraut zu machen, bereichert Inkinen fast jedes seiner Programme in der kommenden Saison mit kleinen feinen, selbst in Finnland kaum gespielten Sibelius-Raritäten.

Die vielseitige und weltweit renommierte Mezzosopranistin Elisabeth Kulman ist „Artist in Residence“ der Spielzeit 2020/21. In mehreren Konzerten durchmisst sie mit der DRP ihr enormes Repertoirespektrum von Mahlers „Kindertotenlieder“ über „Sea Pictures“ von Edward Elgar bis hin zu Opern- und Operettenarien, Musicalmelodien und Film-Schlagern der 30er und 40er Jahre.

Neben den Spielstätten in Saarbrücken und Kaiserslautern, sind Gastspiele unter der Leitung von Chefdirigent Pietari Inkinen beim Brucknerfest Linz, in Erlangen, im Rosengarten Mannheim, im Arsenal Metz, im Festspielhaus Baden-Baden und in der Rheingoldhalle Mainz geplant. Chefsache ist auch ein erstmaliges gemeinsames Projekt mit dem Landes-Jugend-Symphonie-Orchester Saar: „Side by Side“ spielen die jungen Nachwuchsmusiker neben professionellen Orchestermusikern.

In ihrer ersten künstlerisch eigenverantworteten DRP-Saison hat Orchestermanagerin Maria Grätzel neue Angebote auch für Musikliebhaber geschaffen, die noch nicht zum Stammpublikum der DRP gehören: die entspannte Konzertstunde am frühen Freitagabend „Hin und Hör!“, Miniaturen von Brahms und Bernstein in Saarbrücker Kneipen unter dem Motto „DRP-Allez!“, der Stummfilm „Metropolis“ von 1927 mit live gespielter sinfonischer Musik im UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte oder ein orchestrierter Rückblick auf die Karriere des Pioniers der deutschen Soulmusik, Stefan Gwildis in Kooperation mit SR 3 Saarlandwelle.

Aus seiner großen „musikalischen Familie“ hat Pietari Inkinen die Pianisten Olli Mustonen und Saleem Ashkar eingeladen und auch seinen „musikalischen Ziehvater“, den Geiger Pinchas Zukerman, mit seiner Partnerin, der Cellistin Amanda Forsyth; außerdem den Geiger Sergey Khachatryan oder den Bratschisten Nils Mönkemeyer. Mit dem Countertenor Andreas Scholl und dem WDR Rundfunkchor hebt er „Voix“, ein neues Werk von Roland Kunz, aus der Taufe.

Als Gäste werden unter anderem Michael Sanderling, Kristjan Järvi, Jun Märkl, Peter Ruzicka, Michael Schønwandt, Jamie Phillips, Reinhard Goebel, Manfred Honeck, Valentin Uryupin, Christoph Poppen und die junge Japanerin Nodoka Okisawa am Dirigentenpult stehen. Zu den internationalen Gastsolisten gehören auch die Pianisten Nicholas Angelich, Claire Huangci, der Geiger Ilya Gringolts, die Trompeterin Tine Thing Helseth oder der Trompeter Simon Höfele. Das vollständige Programm 2020/21 steht ab sofort online unter drp-orchester.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.