“Verbotene Filme – das verdrängte Erbe des Nazi-Kinos” – Geführte Kinoseminare für Schulklassen und Jugendgruppen

16.-20. September, jeweils 8.30 und 11 Uhr, Filmhaus Saarbrücken

Flyer_NS-Kinoseminare2019 © Burkard Jellonnek

„Präventiv sein gegen wachsenden Antisemitismus“ – Bildungsminister
Ulrich Commerçon begrüßt Kinoseminare mit NS-Vorbehaltsfilmen
„Jud Süß“ und „Hitlerjunge Quex“ – Anmeldung für Schulklassen läuft.

„Vor dem Hintergrund des leider auch im Saarland anwachsenden Antisemitismus
müssen wir zur Prävention gerade junge Menschen erreichen und ein Zeichen
setzen!“ Saarlands Bildungsminister Ulrich Commerçon begrüßt ausdrücklich die
Initiative des Landesinstituts für Pädagogik und Medien und der Arbeitskammer des
Saarlandes, mit den bis heute verbotenen Filmen „Jud Süß“ und „Hitlerjunge Quex“,
gedreht während des Dritten Reiches, ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu
setzen. „Beide Film zeigen, mit welchen Mitteln große Teile der damaligen
Bevölkerung auf Fremdenfeindlichkeit und Judenfeindschaft eingeschworen worden
sind,“ so der Minister.
In der Woche vom 16. bis 20. September 2019 werden im Saarbrücker Filmhaus,
Mainzer Str. 8 jeweils vormittags um 08.30 Uhr und um 11.00 alternierend die beiden
Filme mit einer Vor- und Nachbereitung durch den Historiker Dr. Burkhard Jellonnek
für Schulklassen vorgestellt und diskutiert. Die Aufführungen finden in enger
Zusammenarbeit mit der Friedrich-Murnau-Stiftung statt, die sämtliche, sogenannten
Vorbehaltsfilme verwaltet und darüber zu wachen hat, dass nur dementsprechend
wissenschaftlich begleitete Aufführungen durchgeführt werden. „Aus den Fehlern der
Vergangenheit können wir für heute lernen“, ist Referent Dr. Burkhard Jellonnek,
Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien überzeugt, der diese beiden und
weitere Filme in der Vergangenheit bereits über 16.000 Schülerinnen und Schülern
gezeigt hat. Ab sofort laufen die Anmeldungen für Schulklassen ab Klassenstufe 8 für
„Hitlerjunge Quex“ und ab Klassenstufe 9 für „Jud Süß“ beim Landesinstitut für
Pädagogik und Medien per e-mail an kinoseminar@lpm.uni-sb.de oder telefonisch
unter 06897/ 7908 150.

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