Nachhaltige Corona-Hilfe: Neunkirchen gründet als erste Stadt im Saarland Musikersozialfonds

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(red.) Bei dem Projekt handelt sich um einen solidarischen Hilfsfonds von Musikern für Musiker und ist in diesem Jahr das größte Neunkircher Kultur-Corona-Projekt.

Es sei ein Projekt mit kultureller Wertigkeit und von großer Nachhaltigkeit, welches es in dieser Form so nicht gibt. Dies teilte Projektentwickler und -partner der Geschäftsführer der Neunkircher Kulturgesellschaft Markus Müller gemeinsam mit dem Schirmherrn des Musikersozialfonds, Oberbürgermeister Jörg Aumann und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Kulturgesellschaft Rechtsanwalt und Oberbürgermeister a.D. Jürgen Fried mit. „Wir betrachten das Projekt gerade in der aktuellen Krisensituation zu einer für die Musiker unserer Stadt hilfreichen, kulturell sinnvollen und beachteten Maßnahme. Dies ist sozusagen unser nachhaltigstes „Corona-Projekt“, so Aumann, Fried und Müller.

Die Einzelheiten des Konzepts

Das Neunkircher Neujahrskonzert als Förderbasis:

In jedem Jahr wird es ein Neujahrskonzert der besonderen Art geben. Musiker aus Neunkirchen präsentieren jeweils einen kleinen Einblick aus ihrem Programm. Das kann ein Ausschnitt aus aktuellen geplanten Projekten, ein Rückblick auf nicht mehr Existentes – aber auch ein eigens für dieses Konzert kreiertes Programm sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auch Gäste können dazukommen.

Geschäftsführer Markus Müller: Eins ist sicher: Diese außergewöhnliche und unterhaltsame Konzertart ist in dieser Form so nur in unserer Stadt möglich, da hier eine besonders große Anzahl an hervorragenden Musikern wohnen und arbeiten. Darunter Musikerpersönlichkeiten wie z. B. Francesco Cottone, Nino Deda, Roland Gebhardt, Michael Marx, Amby Schillo, Martin Weinert und andere“.

Der Musikersozialfonds:

Die Ticket-Einnahmen des Neujahrskonzerts fließen einem Sozialfonds für die Musiker zu.

Dieser Sozialfonds ist ein Hilfsorgan für in Not geratene Musiker. Notsituationen sind besondere Härtefälle, z. B. die plötzliche Erkrankung, ein Todesfall oder, wie gerade aktuell, ein allgemeines Spielverbot für alle Musiker wegen einer Pandemie. Der Künstlersozialfonds wird durch die Neunkircher Musiker erspielt und wird von der Neunkircher Kulturgesellschaft und der Kreisstadt Neunkirchen unterstützt.

Sprecher des Fonds ist die Musiker-Ikone Amby Schillo, der dieses quasi Selbstverwaltungsorgan leitet. Dort werden auch die teilnehmenden Musiker festgelegt, welche für den Musik- und Kulturstandort Neunkirchen eine langfristige und dauerhafte Bedeutung haben. Die ursprüngliche Konzept-Idee stammt von Veranstaltungs-Abteilungsleiter Klaus Brasse.

Aktuelles kurzfristiges Vorgehen:

Das Projekt Fonds und Konzert ist auch Neunkirchens Corona-Projekt.Das erste Neujahrskonzert in der Gebläsehalle ist für Januar vorgesehen, wenn die Rahmenbedingungen es ermöglichen.In der aktuellen Situation hat die Kulturgesellschaft vorgeschlagen, den Neunkircher Musikern als Vorschuss auf das erste Neujahrskonzert schon vorab einen Betrag aus dem Sozialfonds auszuzahlen. Die Kulturgesellschaft kann hier in Vorleistung treten und die Hilfen für Musiker nach Rechnungsstellung sofort anweisen.  Dies wird dann mit den Einnahmen des Neujahrskonzerts verrechnet. Eine Großteil dieser Sofort-Hilfe ist bereits erfolgt.

Jörg Aumann: “Dies ist eine innovative Idee in schwierigen Zeiten. Eine Hilfe zur Selbsthilfe, für die ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir in Neunkirchen gerade jetzt zusammenstehen. Dadurch hat das Projekt eine große Signalwirkung und stellt ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Stadt dar“.

Jürgen Fried: „Das Konzept unterstreicht die Bedeutung, die die Stadt ihren Musikern für die kulturelle und damit allgemeine Stadtentwicklung Neunkirchens zumisst. Sie sind Neunkirchens kulturelle Botschafter und wir wollen sie so unterstützen. Auch so schreibt das Team der Kulturgesellschaft um Geschäftsführer Markus Müller die Idee der Kultur als Motor der Stadtentwicklung konsequent weiter. Dafür danke ich als Aufsichtsratsvorsitzender, aber auch als ehemaliger Oberbürgermeister“

Das „Sozial-Fonds-Projekt“ ist nur ein Bestandteil der Aktivitäten der Kulturgesellschaft in diesen Zeiten.

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