Frauen rein, Männer raus

Das IKOB zeigt aktuell nur Arbeiten von Künstlerinnen

Denyse Willem, Der Tod, 1989, Acryl auf Papier, 76,4 × 57 cm © Denyse Willem


Aktuell wird in vielen Museen über die Gleichstellung von Künstlern und Künstlerinnen nachgedacht und über die eigene Ausstellungs- und Sammlungspolitik reflektiert. So zeigt die Tate Britain seit April einzig Werke von Künstlerinnen der letzten 60 Jahre. Auch das IKOB hat das, was in den letzten 26 Jahren seit Bestehen des Hauses an Werken zusammengetragen wurde, kritisch analysiert. Mit dem Resultat, dass es Arbeiten von 91 Künstlern und 41 Künstlerinnen besitzt. Es sind nun allein die Arbeiten der 41 Frauen, die bis Ende September gezeigt werden, bevor es am 20. Oktober mit einer Ausstellung zu einem Preis für feministische Kunst weitergeht, den das IKOB neu ausgelobt hat. Ob sich hierfür neben Künstlerinnen vielleicht auch Künstler mit einem Beitrag zur „Verbreitung feministischer Ideen und Ideale“ bewerben, wie es in der Ausschreibung heißt, muss man abwarten. Wichtig ist der Beitrag des IKOB auf jeden Fall, um Künstlerinnen stärker in den Fokus zu rücken und auf die immer noch bestehende männliche Dominanz in der Kunstwelt aufmerksam zu machen.
Beate Kolodziej
www.ikob.be

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