Max Jacoby – Leben und Werk eines jüdischen Fotografen

Ausstellung in der Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein, Landesmuseum Koblenz, Haus der Kulturgeschichte, Hohe Ostfront, 21. März bis 5. Juli

Max Jacoby, Miles Davis bei den Jazz-Tagen Berlin, 1965 © GDKE, Landesmuseum Koblenz

Das Leben und Werk von Max Jacoby, der 1919 in Koblenz geboren wurde und aufwuchs, ist geprägt von der Erfahrung der Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland, der Entbehrungen nach der Emigration 1937 nach Argentinien und seinem Neuanfang 1957 im Land seiner Vorfahren, aber auch der Täter. West-Berlin wurde seine neue Heimat.

Als Fotograf war Max Jacoby ein aufmerksamer Beobachter. Mit geschultem Blick und Sinn für den richtigen Moment hat er das Leben und die Kulturszene der geteilten Stadt festgehalten und war bis in die 1970er Jahre ein gefragter Fotograf. Mit seinem Alterswerk schließt sich der Kreis seines Lebens: Er produzierte zusammen mit seiner Frau Hilla zahlreiche Bildbände über Israel.

2014 konnte das Landesmuseum Koblenz den Nachlass Max Jacobys von seiner Witwe übernehmen. Dieser umfasst mehrere Hundert Originalabzüge, Tausende Dias und Negative sowie zahlreiche Briefe, Dokumente und persönliche Unterlagen. Damit verfügt die Landessammlung zur Geschichte der Fotografie des Landesmuseums Koblenz über den Großteil von Jacobys Œuvre. Aus Anlass seines 100. Geburtstags 2019 zeigt das Landesmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Koblenz eine umfangreiche Ausstellung mit ca. 200 Fotografien aus seinem Nachlass. Erstmals wird hier im ersten Teil der Ausstellung das jüdische Leben in Koblenz zwischen 1910 bis 1938 am Beispiel der Familie Jacoby aufgezeigt. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband im Wienand-Verlag Köln.

Begleitend zur Ausstellung vom 21. März bis 5. Juli finden an jedem 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr Führungen statt. Diese kosten 3 € p.P. zuzüglich Festungseintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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