»Mannheimer Sommer«: Erfolgreiche Neuausrichtung am Nationaltheater Mannheim

“Landschaftsmusik” // Copyright: Hans Jörg Michel


»Mannheimer Sommer«:

Erfolgreiche Neuausrichtung des »Europäischen Festivals für Musik und Theater von Mozart bis heute« am Nationaltheater Mannheim


Mit dem »Mannheim Requiem«, einer Abschlussparty am Samstagabend sowie einem »Potluck«-Frühstück im Festivalzentrum ging am Sonntag, 22. Juli nach elf Festivaltagen der »Mannheimer Sommer« am Nationaltheater Mannheim zu Ende, der neben dem NTM und seinem Studio Werkhaus auch Schloss und Schlossgarten in Schwetzingen sowie weitere Orte in Mannheim bespielte.

8.931 Eintrittskarten wurden dafür gelöst, insgesamt rund 16.200 Zuschauer besuchten die über 40 Veranstaltungen (darunter 13 Eigenproduktionen des NTM) inklusive des zum Teil kostenfreien Rahmenprogramms mit seinen Konzerten im neobarocken Festivalzentrum und der großen Eröffnungsparade »The School of Narrative Dance«.

»Dass unser viele Grenzen sprengendes Konzept und die Neuausrichtung des Festivals von den Besuchern so begeistert aufgenommen worden sind, macht mich sehr glücklich. Eine bunte, fröhliche wie auch geradezu anarchische Vielfalt war zu erleben. Und natürlich freuen wir uns, dass wir auch mit den Besucherzahlen an die erfolgreichen Festivalausgaben der Vorjahre anschließen konnten«, sagte Opernintendant Albrecht Puhlmann.

Der künstlerische Leiter des Festivals, Chefdramaturg Jan Dvorak, ergänzte: »Die Feier künstlerischer, politischer und persönlicher Freiheit, gerade in Anbetracht der zunehmenden Infragestellung demokratischer, freiheitlicher Werte, war uns wichtig – und sie ist uns auf vielfältige, diskursive und inspirierende Weise geglückt.«

Mozart als Erneuerer der Oper, die Ideale der Aufklärung und die Innovationskraft des europäischen Musiktheaters standen im Zentrum des »Mannheimer Sommers«, der sein Programm rund um eine kontrovers diskutierte Neuinszenierung des »Don Giovanni« von Ekaterina Vasileva entfaltete: Von der choreografierten Parade (einer Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim), über partizipative Formate wie den »Salon des Lumières«, Produktionen mit dem Alphabet-Chor, über Jazz-, Pop- und Kammerkonzerte sowie gattungsübergreifende Installationen und Performances bis hin zu internationalen Gastspielen, etwa aus Dänemark, Italien und der Schweiz, reichte das vielfältige Spektrum, das den Blick, ausgehend von Mozarts Werk, ausweitete auf die Zukunft des Musiktheaters. Insbesondere die dänische Unterwasser-Produktion »Aquasonic« der Gruppe »Between Music« zog große überregionale Aufmerksamkeit auf sich.

Zehn Scouts, allesamt junge Kulturschaffende, unterstützten das Festivalteam bei der Organisation, Künstlerbetreuung, Kommunikation und Kunstvermittlung und besuchten Workshops von Künstlern, u.a. von Friedrich Liechtenstein und Benedikt von Peter.

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