Trier: Kuba goes West # Das Festival – Mit Kunst und Kultur gegen Rassismus und Gewalt

Ein Kooperationsprojekt zwischen Tuchfabrik e.V. Trier und Kurfürst Balduin Realschule plus Trier

Tuchfabrik Trier © TUFA

KuBa goes West ist ein langfristig angelegtes Projekt, das im Rahmen des rheinland-pfälzischen Landesprogramms „Generation K – Kultur trifft Schule“ mit Angeboten der Kunst, der kulturellen und der politischen Bildung die weiterführende Stadtteilschule des sozial schwachen und gleichzeitig multiethnischen Stadtteils Trier West in den kommenden Jahren in eine Art soziokulturelles Zentrum im Viertel entwickeln soll. An Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien werden bislang weder Schulgebäude noch Schulhof der Kurfürst-Balduin Realschule genutzt. Doch bietet der Ort sowohl von der Akzeptanz im Viertel, wie von der räumlichen Ausstattung und der Lage beste Voraussetzung dafür, ein echter Lebensort für alle Bewohner*innen von Trier West zu werden.

Die Kunstfähre – Kulturagentur der TUFA – ist vor Ort die Ansprechpartnerin für Angebote der Kulturellen Bildung in der Schule. Sie vermittelt professionell arbeitende Künstler*innen, moderiert und begleitet mit fachlicher Kompetenz die Schulentwicklung und ist Beraterin für die Akquise finanzieller Mittel.

Als Kickoff Veranstaltung für Kuba goes West wurde in der Zeit zwischen Juli und September in Zusammenarbeit von Künstler*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen und der Kunstfähre – Kulturagentur der TUFA ein Kunst- und Kulturprogramm entwickelt, das in den rheinland-pfälzischen Herbstferien unter dem Titel KuBa goes West # Das Festival durchgeführt wurde. Das interkulturelle und multiprofessionellen Künstler*innen-Kollektiv hat mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfer*innen und der Schulleitung der Kurfürst-Balduin Realschule plus die Schule temporär in einen soziokulturellen Lebensraum verwandelt, der neben den Schüler*innen auch den Bewohner*innen des Quartiers zur Verfügung stand. In partizipativen und inklusiven Kunst-Workshops der verschiedenen Genres arbeiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Stadtteil zusammen. Das zentrale Anliegen von KuBa goes West # Das Festival war, soziokulturelles Leben mit seinen vielfältigen Facetten an einen Schulstandort im Sozialraum zu etablieren. Kinder und Jugendliche, die außerhalb des verpflichtenden Unterrichts eigentlich nichts miteinander zu tun haben, konnten aus einer freiwilligen Entscheidung heraus miteinander und mit Künstler*innen und den verschieden Genres der Kunst in ihrer Freizeit in Kontakt kommen und sich erproben. Gemeinschaft entstand, wo Gemeinschaft oft nicht einmal gedacht werden kann. Diskussionen zum Thema Freiheit, Rassismus und Gewalt wirkten in die künstlerischen Produktionen und in das Bewusstsein der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Gemeinsames Essen verband diejenigen miteinander, die sonst nicht an einem Tisch sitzen.

Möglicherweise war Kuba goes West # Das Festival tatsächlich der Beginn einer Veränderung. In der Schule und im Viertel mit ihren Protagonist*innen. Der kleine Anfang einer soziokulturellen Bewegung in Trier West, die mittelfristig die Etablierung der Kurfürst-Balduin Realschule plus als soziokulturellen Lebensort befördern kann.

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