JAHRESPROGRAMM 2019 | STADTGALERIE SAARBRÜCKEN

CHRISTINA KUBISCH | ELECTRICAL MOODS & ARTMIX11 ATELIER | KAREN FRITZ, SARAH NIECKE & SERGE ECKER (LUX)

Foto: Christina Kubisch, Zwölf Signale, 2003, zwölfkanalige Klang- und Lichtinstallation // Copyright: Christina Kubisch


2019 steht das Programm der Stadtgalerie Saarbrücken im Zeichen der Klangkunst und feministischer Positionen. So beginnt das Ausstellungsjahr im Februar mit den Installationen und „Electrical Walks“ der renommierten Klangkünstlerin Christina Kubisch, die bis 2013 als Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar lehrte. Mit ihren Kompositionen und elektromagnetischen Untersuchungen erschließt sie dem Publikum neue Klangwelten im Innen- und Außenraum. Im selben Monat treffen sich bei Artmix11 Saarbrücker und Luxemburger KünstlerInnen zum gemeinsamen Arbeiten im Atelier der Stadtgalerie. Die Ausstellung „Starke Stücke“ präsentiert im Juni Meilensteine feministischer Kunst aus der Sammlung des FRAC Lorraine, mit Videoarbeiten, Rauminstallationen und Objekten internationaler Künstlerinnen, die eine neue Auseinandersetzung mit Identität und Diversität provozieren. Im Herbst zeigt der Schweizer Künstler Zimoun raumgreifende Sound-Architekturen, die visuell und akustisch die Funktionalität wie das Chaos des Alltäglichen zum Ausdruck bringen.

08.02.2019 – 12.05.2019
CHRISTINA KUBISCH | ELECTRICAL MOODS

Mit den interaktiven Licht- und Klangräumen der Künstlerin Christina Kubisch (*1948 in Bremen), präsentiert die Stadtgalerie eine Pionierin der Klangkunst, die bereits in den 1970er Jahren mit ihren elektronischen Klangexperimenten international Furore machte.
In ihren sogenannten Induktionsarbeiten arbeitet sie mit elektrischen Kabelfeldern, in die Klänge eingespeist werden und die gleichzeitig als Installation im Raum erfahrbar sind. Diese elektroakustischen Arbeiten, bei denen auch die Teilnahme des Publikums eine wichtige Rolle spielt, werden in der Saarbrücker Ausstellung ebenso zu erleben sein, wie jüngste Kabelinstallationen, Klangskulpturen und Lichträume. Kubisch erschließt damit eine Welt, die der ständig wachsenden Digitalisierung und Veränderung unserer Kommunikations- und Lebensformen ausgesetzt ist, und macht hörbar, was der menschlichen Wahrnehmung sonst verborgen bleibt.
Einen besonderen Akzent setzt die Ausstellung mit den Electrical Walks – Stadtspaziergängen, bei denen die Künstlerin die Klanglandschaften der ober- und unterirdischen elektromagnetischen Stromfelder erfahrbar macht, die uns im Stadtraum permanent umgeben, aber nur über besonders empfindliche elektro-magnetische Kopfhörer zu erfahren sind.
Christina Kubisch war auf zahlreichen internationalen Festivals und Gruppenausstellungen vertreten, u.a. auf der Biennale von Venedig 1980 und 1982, documenta 8, Kassel 1987, Ars Electronica, Linz 1987/2010, Steirischer Herbst, Graz 1987, Biennale of Sydney 1990,  Donaueschinger Musiktage 1993/1997, Sonic Boom, London 2000, Activating the Medium, San Francisco 2003, sounding spaces, Tokyo 2003, Resonanzen, ZKM, Karlsruhe 2005, Her Noise, London 2005, Invisible Geographies: Sound Art from Germany, New York 2006, Soni(c)loud, Mexico City 2008, White Walls Have Ears, Hong Kong 2012 Sound Art. festival NOW, Essen 2014, blurred edges festival, Hamburg, 2015.

Von 1994 bis 2013 war Christina Kubisch Professorin für Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Seit 1997 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

11.02.2019 – 03.03.2019
ARTMIX11 ATELIER | KAREN FRITZ, SARAH NIECKE & SERGE ECKER (LUX)

Der Künstleraustausch Artmix zwischen Saarbrücken und Luxemburg setzt auf einen lebendigen Kunst- und Kulturtransfer zwischen Künstler und Künstlerinnen unterschiedlicher Disziplinen. Dieses Mal arbeiten die Saarbrücker Künstlerinnen Karen Fritz (*1988 in Saarbrücken) und Sarah Niecke (*1984 in Saarbrücken) sowie Serge Ecker (*1982 in Esch-sur-Alzette) aus Luxemburg insgesamt sieben Wochen lang gemeinsam in der Stadtgalerie Saarbrücken und anschließend in Bourglinster, Luxemburg.
Artmix entstand 2005 als gemeinsames Projekt des Ministère de la Culture, Luxemburg und des Kulturdezernats der Landeshauptstadt Saarbrücken. Seit 2015 findet das Saarbrücker Atelier in der Stadtgalerie Saarbrücken statt, 2019 wird die gemeinsame Ausstellung zum Ende des Austauschs im Mai 2019 in Bourglinster, Luxemburg gezeigt. (red)


www.stadtgalerie.de

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