Innovativer Auftakt zur neuen Saison

Das Saarländische Staatstheater beim Völklinger Weltkulturerbe

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Solocellist vor der Kulisse der Hanjdwerkergasse © privat

Anstelle des traditionellen Theaterfest auf dem Tbilisser Platz gab das Saarländische Staatstheater auf dem weitläufigen Gelände des Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein reizvolles und anregendes Gastspiel sämtlicher Sparten. „Staatstheater goes Völklinger Hütte“ lautete das Motto dieser vielversprechenden Veranstaltung, die der neue Generaldirektor Dr. Ralf Beil nach einer Blitzabsprache mit Generalintendant Bodo Busse möglich gemacht hat.

Das nach langer Corona-Abstinenz ausgehungerte Publikum folgte der Einladung von Theater und Weltkulturerbe in großen Scharen. Gespannt und voller Neugier strömen die Fans über den gut ausgeschilderten Theater-Parcours.

Kammerensemble im Weltkulturerbe Völklingen © Privat

Mit einer ganzen Reihe von kleinen Formationen im kammermusikalischen Format zeigten sich die Mitglieder des Staatsorchesters bestens in Form. Sie boten den aufmerksam lauschenden Gästen ein vielseitiges Programm mit exquisiten Häppchen quer durch die Musikliteratur. Der kommende Sonntag (30. August) wird übrigens ganz dem Staatsorchester gewidmet sein.

Das Tanzensemble Bot eine ausdrucksstarke Performance: In luftiger Höhe auf einer Außentreppe im Bereich der Erzanlage. Schauspielerinnen und Schauspieler zeigten mit viel Verve an geheimnisvollen Orten wie dem „Schattenhof“ oder im „Wäldchen“ mit spritzigem Elan solistisch, im Duett oder in kleinen Gruppen Proben ihres Könnens und machten Lust auf die ersten Produktionen der neuen Spielzeit; das sind „Nora spielen“ (Premiere am 5. September in der Alten Feuerwache) und „Glück. Ein Abend mit sieben Gewinnern und den besten Momenten in Zeitlupe“ (Premiere am 12. September im Großen Haus).

Christiane Motter und Fabian Gröver © privat

Die Vorfreude auf das Musiktheater mit der Premiere des Troubadour von Giuseppe Verdi am 6. September heizten Sängerinnen und Sänger an mit funkelnden Perlen aus Oper und Musical.

Insgesamt ein gelungener Auftakt für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwei herausragender Kultureinrichtungen des Landes. Ein Eindruck, den man aus Völklingen mitnehmen konnte: Das Weltkulturerbe bietet überraschend viele geradezu sensationelle Orte für das Theater in allen seinen Formen. Wobei das enorme Potenzial der Gebläsehalle und der gewaltigen Hochofengruppe noch gar nicht ausgespielt noch seiner Offenbarung harrt. Von Generaldirektor Dr. Ralf Beil und seinem Team dürfte noch manches zu erwarten sein.

Kurt Bohr

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