Hülsenfrüchtewochen ab dem 1.3. in der saarländischen Gastronomie

Hülsenfrüchte sind auf Erfolgstrend, sie gelten als Superfood. Es geht dabei aber nicht nur um rote, grüne oder schwarze Linsen, sondern auch um „bunt“ für den Grund und Boden sowie für Blumen und Bienen. Immer mehr Menschen entdecken den kulinarischen Wert der Hülsenfrüchte. Die an den saisonalen Hülsenfrüchtewochen teilnehmenden Restaurants zeigen ab Erbsensonntag (1. März) neue und alte Kreationen mit Erbsen, Bohnen und Linsen.

Slow Food Saarland hat sich das Thema auf die Fahnen geschrieben, seit die UN 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte gemacht hatte. Die Hülsenfrüchte schmecken nicht nur gut und sind wertvolle Ernährung. Sie sind auch in der Landwirtschaft „Wunderwaffen“ für die Verbesserung der Böden und für den Artenschutz. Sie bieten Lebensraum für Bienen und andere Insekten. Die pflanzlichen „Energiepakete“ haben eine gute Umweltbilanz, denn sie sind ertragreich, klimaneutral, verbessern den Boden, und geben innovativen Landwirten eine Einkommensalternative. In der vegetarischen und veganen Ernährung, die ebenfalls der Umwelt zugute kommt, gelten Hülsenfrüchte aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Nährstoffe als beliebte Zutaten. Dass die alten Klassiker – in traditioneller Art oder modern interpretiert – auch zu Fleisch passen, ist weithin bekannt.

Die Kreativität der teilnehmenden Köche wird auch 2020  angespornt. Am 1. März (Erbsensonntag) ist es wieder soweit: 14 Tage lang bieten die Gastronomen neben ihrer normalen Karte alte „Klassiker“, und auch Gerichte, die speziell hierfür entstanden sind, um die Vielfalt von Linsen, Erbsen, Bohnen und Co zu zeigen. Dabei werden vorzugsweise regionale Hülsenfrüchte verwendet.

Die teilnehmenden Restaurants werden wohl auch in Zukunft den „Erbsen eine Chance” geben. In dem beigefügten Flyer werden Gerichte genannt, die speziell für die Hülsenfrüchtewochen entstanden sind.

Das sind zum Beispiel „Käferbohnenkrem nach Pfälzer Leberwurst Art “ (Landgasthof Paulus in Sitzerath); „Lachssteak mit Erbsenpüree, Speckschaum und glacierte Möhren“ (Unter der Linde in Saarbrücken/St. Arnual), „Geschmorte Lammhaxenscheiben auf Saubohnen-Ragout mit Kartoffel-Krapfen“ (Werns Mühle in Ottweiler/Fürth); „warme Bliesgaulinsen – Speck – Quiche mit Bärlauchdip und Bettsäächersalat
am Stück gebratener Leukbach-Saibling auf Erbsenmousseline und mit Orscholzer Ham bardierter, karamellisierter gelber Chicorée
“ (Landhotel Zur Saarschleife in Orscholz); „Türmchen auf der Linse mit Rote Linsen Feta Bratling & Rote Bete Hummus auf Zucchini Carpaccio an Feldsalat“ (Cafe Restaurant Kostbar, Saarbrücken).

Weitere Köstlichkeiten bieten auch die Restaurants Frischbier in Primsweiler und der Gräfinthaler Hof in Bliesmengen-Bolchen.

Die Hülsenfrüchtewochen beginnen mit dem ersten Sonntag nach Fasching, an dem die Fastenzeit beginnt. Er wird im Volksmund „Erbsensonntag“ genannt. Noch heute wird in Wadrill das „Erbsenrad“ gerollt. Die Heimat- und Naturfreunde Wadrill erwarten zu diesem Event auch 2020 bis zu 500 Gäste.

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