Hier, Aujourd’hui, Demain – Werke aus der Mudam Sammlung

27. Juni bis 6. September

Bruno Peinado, Good Stuff, The Pleasure Principle, 2010- Collection Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean | Production Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain | Acquisition 2010 © Photo : Andrés Lejona | Mudam Luxembourg

Das Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean präsentiert ab dem 27. Juni Werke aus der Mudam Sammlung auf den drei Etagen des Museums. Die Ausstellung zeigt großformatige Videoinstallationen neben einer Auswahl von Gemälden und Skulpturen, die den besonderen architektonischen Rahmen des Museums unterstreichen. Die in einer Zeit dramatischen Wandels und weitgreifender Unsicherheit konzipierte Ausstellung übernimmt für ihren Titel denjenigen eines Gemäldes aus der Sammlung: Yesterday, Today, Tomorrow, von Peter Halley (*1953, New York), das sich in der Ostgalerie der ersten Etage findet. Halleys Bild aus dem Jahr 1987 wurde 1998 erworben, acht Jahre vor der Eröffnung des Museums. Im Hin und Her zwischen Vergangenheit und Gegenwart zeigt die Ausstellung Hier, Aujourd’hui, Demain, wie Kunstwerke und Sammlungen in historischen Narrativen verankert sind und dabei gleichzeitig offen bleiben können für eine sie stets verjüngende Neuinterpretation und Neubewertung, die aus der jeweiligen Aktualität ihrer Ausstellung heraus entstehen.

Im Erdgeschoss des Museums sind Arbeiten von Bert Theis (1952, Luxemburg – 2016, Heffingen), David Zink Yi (*1973, Lima), Su-Mei Tse (*1973, Luxemburg) und Bruno Peinado (*1970, Montpellier) zu sehen, verteilt über den Grand Hall, den Skulpturengarten und den Pavillon. Die Drifters (2005- 2006) von Bert Theis waren eigens für die Eröffnung des Museums realisiert worden und werden hier erstmalig im Grand Hall ausgestellt. All diese Werke stehen neben der Großinstallation Flugplatz Welt / World Airport (1999) von Thomas Hirschhorn (*1957, Bern). Sie war für die 48.
Biennale von Venedig angefertigt worden und wurde vom Mudam im Jahr darauf erworben.

Die Säle im Untergeschoss präsentieren zwei große Videoinstallationen aus der Sammlung. Video Quartet, von Christian Marclay (*1955, San Rafael) wurde im Jahr 2002 vom Mudam koproduziert. Diese Arbeit steht neben Island (2008) von Fiona Tan (*1966, Pukanbaru), die im Jahr 2016, aus Anlass der Einzelausstellung der Künstlerin, angekauft wurde.

Die Säle des Obergeschosses zeigen eine Auswahl abstrakter Kunstwerke aus der Mudam Sammlung. Großformatige Gemälde von Imi Knoebel (*1940, Dessau), Günther Förg (1952, Füssen – 2013, Freiburg), Albert Oehlen (*1954, Krefeld) und Julian Schnabel (*1951, New York) sowie
eine Skulptur von Richard Deacon (*1949, Bangor) gehörten bereits zu den ersten für die Mudam Sammlung erworbenen Arbeiten. Ihnen zur Seite stehen Ankäufe der folgenden zwei Jahrzehnte, zu denen Arbeiten von Cabrita (*1956, Lissabon), Edith Dekyndt (*1960, Ypern), Michel Majerus (*1967, Esch-sur-Alzette – 2002, Niederanven), Fiona Rae (*1963, Hong Kong) und Thomas Scheibitz (*1968, Radeberg) gehören. Die Skulpturen von Adriano Amaral (*1982, Ribeirão Preto) sowie die Gemälde von Ana Manso (*1984, Lissabon) und Bernard Piffaretti (*1955, Saint-Etienne), sowie die Arbeit von Liam Gillick (*1964, Aylesbury) werden im Museum zum ersten Mal ausgestellt.

Kuratorinnen: Michelle Cotton, Marie-Noëlle Farcy

Weitere Informationen: www.mudam.com

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