Grenzleben – Installatives Theaterstück zum Leben der Saarbrückerin Elfriede Maas

© Foto: Agnes Müller

(red.) Das Theaterstück GRENZLEBEN rekonstruiert das Leben der Elfriede Maas. Als Achtjährige führte sie unter Lebensgefahr Geflüchtete über die Grenze nach Frankreich. Sie erlebte die Evakuierung Saarbrückens, den Bombenkrieg, das Nachkriegselend. Seit sie vor zwei Jahren verstarb, ist ihre Wohnung noch unberührt. Nun wird sie zum Schauplatz für GRENZLEBEN, einer immersiven Theaterinstallation, die anhand der typisch saarländischen Biographie Elfriedes danach fragt, wie wir mit gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen Umbrücken umgehen, wie diese alle unsere Lebensbereiche betreffen – und inwiefern die Umstände, in die wir hineingeboren werden, unser Leben vorherbestimmen.

Wie funktioniert immersives Theater?

In einem Saarbrücker Wohngebiet nahe der deutsch-französischen Grenze, empfängt ein Nachlassverwalter das Publikum. Die Zuschauer*innen dürfen ihm bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Er zeigt ihnen, wonach gesucht werden muss, plaudert aus dem Nähkästchen – und stößt dabei auf die Zeugnisse eines langen Lebens voller wirtschaftlicher und soziopolitischer Umbrüche. Eines Lebens, das uns an unsere eigenen Eltern, Großeltern und Urgroßeltern denken lässt: Fotos vom Krieg, alte Pässe und Geldscheine, Briefe und Karten. Die Zuschauer*innen schauen durch das
Küchenfenster auf Saarbrücken hinunter, so wie Elfriede es jahrzehntelang tagtäglich tat. Sie gehen durch ihre Räume, betrachten ihre Fotos und Erinnerungen und lassen sich von der Atmosphäre in ihre Lebensgeschichte hineinziehen.

Termin

Premiere am 20. August 2020 um 17:30 Uhr Am Ordengut 79 in 66117 Saarbrücken

Regie: Annalena Maas

Dramaturgie und PR: Mirka Borchardt

Schauspiel: Walter Schmuck

Ausstattung: Agnes Müller

Hospitanz: Pauline Palandre

 

Weitere Informationen unter www.grenzleben.de

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