Die Sieger des Realisierungswettbewerbs für den Neubau des Zentrallagers für das Nationaltheater Mannheim stehen fest

Ab 14. Januar sind alle Wettbewerbsentwürfe in einer Ausstellung im Unteren Foyer des Nationaltheaters für die Öffentlichkeit zu besichtigen

Zentrallager– 1-Preis © Molter-Linnemann-Architekten

Mannheim. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Luschka + Wagenmann soll in der Verlängerten Jungbuschstraße der notwendige Neubau des Zentrallagers für das Nationaltheater Mannheim entstehen. Im Dezember 2018 wurde vom Gemeinderat die Maßnahmengenehmigung zur Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim beschlossen und bereits im Sommer 2019 ein europaweiter architektonischer Realisierungswettbewerb für ein neues Zentrallager von der Stadt Mannheim ausgelobt.

»Mit dem ehemaligen Betriebsgelände von Luschka + Wagenmann haben wir einen geeigneten Standort für das Zentrallager des Nationaltheaters ausfindig gemacht. Das neue Zentrallager wird ein wichtiger Baustein innerhalb der Gesamtmaßnahme ›Generalsanierung Nationaltheater‹ sein«, macht Kulturbürgermeister Michael Grötsch die Dimension des Neubauprojektes deutlich.

In der Preisgerichtssitzung wurden am Montag, 13. Januar 2020 die insgesamt 20 eingereichten Entwürfe diskutiert und bewertet. Fünf Arbeiten haben mit ihren Entwürfen die Jury unter Vorsitz von Prof. Tobias Wulf aus Stuttgart am Ende überzeugt. Vergeben wurden drei Preise und zwei Anerkennungen.

Der Entwurf des Büros Molter Linnemann Architekten BDA aus Kaiserslautern ist dabei als Sieger aus dem Realisierungswettbewerb hervorgegangen.

Den zweiten Platz erhielt das Büro O5 Architekten BDA aus Frankfurt am Main vor dem Büro Zink Architekten aus Stuttgart.

Von Dienstag, 14. Januar bis Dienstag 21. Januar sind alle Wettbewerbsentwürfe in einer Ausstellung im Unteren Foyer des Nationaltheaters für die Öffentlichkeit zu besichtigen, anschließend werden die Siegerentwürfe im Oberen Foyer ausgestellt.

In Machbarkeitsstudien und Workshops wurden zuvor durch das Nationaltheater das detaillierte Raumprogramm und die logistischen Anforderungen an die Architekten formuliert. »Die Ausrichtung und Größe des Nationaltheaters Mannheim bedingen eine komplexe Lagersystematik. Die bisher über das Stadtgebiet verteilten Lagerstandorte sind teilweise stark marode und schadstoffbelastet. Ein Neubau bietet uns nun die Chance eines zukunftsfähigen Zentrallagers für das Nationaltheater und zeitgemäßer Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter«, sagt Marc Stefan Sickel, Geschäftsführender Intendant und Erster Eigenbetriebsleiter des Nationaltheaters Mannheim.

Die Entwürfe der Architekten mussten deshalb nicht nur dem städtebaulichen und baukulturellen Anspruch der Stadt Mannheim gerecht werden, sondern besonders in späteren betrieblichen Gesichtspunkten überzeugen.

Im nächsten Schritt wird nach dem erfolgten Architektenwettbewerb das formale Vergabeverfahren eingeleitet und mit den Siegerbüros um den letztendlichen Auftrag verhandelt. Nach der erfolgten Ausarbeitung der Entwurfsplanung mit zugehöriger Kostenberechnung soll der Gemeinderat nochmals über den weiteren Fortgang beschließen.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Alle Wettbewerbsarbeiten sind vom 14. bis 21. Januar 2020 im Unteren Foyer des Nationaltheaters öffentlich ausgestellt. Sie können am 14. Januar von 14 bis 18 Uhr und anschließend täglich zwischen 10 und 14 Uhr eingesehen werden. Außerdem sind die Siegerentwürfe anschließend im Oberen Foyer im Rahmen der regulären Hausöffnungszeiten (vor und nach den Vorstellungen) zu sehen.

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