Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern – Spannendes Programm im April

Highlight: Pfalzpreis für Malerei 2018, Preisträgerausstellung ab 10. April

Ein Werk der Preisträgerin Heike Negenborn: Net-Scape 2 – Landschaft im Wandel, 2015/18. © Heike Negenborn

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt vom 13. April bis zum 2. Juni 2019 die Preisträgerausstellung zum Pfalzpreis für Bildende Kunst, den der Bezirksverband 2018 in der Sparte Malerei ausgeschrieben und in Form eines Hauptpreises und eines Nachwuchspreises vergeben hat. Mit dem Preis verbunden ist eine Einzelausstellung der Preisträger*innen im mpk. Pfalzpreisträgerin ist die 1964 in Bad Neuenahr geborene und heute in Windesheim lebende Malerin Heike Negenborn, deren zeitgenössische Landschaftsmalerei mit der Auszeichnung gewürdigt wurde. Nachwuchspreisträgerin ist Maria Trezinski, 1994 in Braunschweig geboren und heute in Speyer lebend.

Im Labor und im Graphischen Kabinett des mpk präsentiert Heike Negenborn unter dem Titel „Blickfang“ eine Suite ihrer Landschaften, die über das Verhältnis von Natur, ihrem Abbild und seinen medialen fotomechanischen Transfermöglichkeiten handeln. Damit nimmt sie Stellung zu der zunehmenden Vereinnahmung der analogen Wirklichkeit durch das digitale Bild. In Heike Negenborns Bildern wird die Landschaft als Konstrukt dargestellt. Es ist nicht die ursprüngliche naturbelassene Landschaft, sondern eine Kulturlandschaft, die ihre Gestalt nicht den Naturgewalten, sondern der rationalen menschlichen Planung verdankt.

Das Obere Foyer des mpk wird von Maria Trezinski mit ihrer zum Pfalzpreis eingereichten Arbeit „Feuerwanze“ sowie einer Auswahl jüngst entstandener Werke unter dem Ausstellungstitel „Amanita“ bespielt. Inspiriert durch biologische Forschungen in Tschernobyl zeigt Maria Trezinski in ihrer großformatigen Arbeit „Feuerwanze“ am Beispiel des gigantisch vergrößerten feuerroten Tiers Auswirkungen radioaktiver Strahlung auf Natur und Tierreich. Trezinski bricht mit den Mitteln der ihrer gestisch zupackenden Malerei die gewohnte Perspektive auf das Gartentier Feuerwanze auf und konfrontiert den Betrachter direkt und unausweichlich.

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