Der Jahrgang nach dem großen Jubiläum – Das 41. Filmfestival Max Ophüls Preis hat begonnen

Vom 20. bis 26. Januar läuft das 41. Ophüls-Festival – benannt nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls (1902-1957). © Tobias Keßler

Es war ein gutes Ophüls-Jubiläumsfestival vor einem Jahr: mit einem starken Wettbewerb, mit Besuchen von Festivalteilnehmern früherer Zeiten wie Regisseur Dominik Graf oder Til Schweiger und einer herzerwärmenden Preisverleihung im klug umgestalteten E-Werk. Auf der 41. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis lastet also ein gewisser Erwartungsdruck. Um die 150 Filme laufen zwischen dem 20. und 26.1. Der Festivalclub Lolas Bistro kehrt diesmal wieder vom Saar-Forum in das alte C&A in der Victoriastraße zurück.

Ehrengast ist die Schauspielerin Heike Makatsch (aktuell „Ich war noch niemals in New York“), die einige ihrer Filme vorstellt. Den Ehrenpreis erhält Rosa von Praunheim. „Zahllose Beiträge in den vergangenen 40 Jahren unseres Nachwuchsfilmfestivals“, sagt Ophüls-Leiterin Svenja Böttger, „wären ohne den Einfluss und das Wirken Rosa von Praunheims nie entstanden.“ Für das Festival ist er ein „öffentlicher Wegbereiter der Schwulenbewegung“. Der Ehrenpreis wurde bei der Eröffnung am 20.1. im Cinestar verliehen. Vier Praunheim-Filme zeigt und diskutiert der Regisseur in Saarbrücken.

Bei seinem Blick über die Grenze widmet sich das Festival diesmal dem Tel Aviv International Student Film Festival – in Saarbrücken läuft ein Kurzfilmprogramm verschiedener israelischer Filmhochschulen, begleitet von Regisseurinnen und Regisseuren. Im Gegenzug schickt das Ophüls-Festival im Juni 2020 ein Programm nach Israel.

Die Diversität ist weiterhin ein Thema bei Ophüls. Nachdem 2019 über die Repräsentation von „People of Color“ diskutiert worden war, liegt der Schwerpunkt nun auf der LGBTIQ-Szene („Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual and Queer“). Eines der Festivalprogramme wird „den queeren Blick“ in Filmen zeigen. Außerdem bietet MOP mit dem Netzwerk „Queer Media Society“ die Veranstaltung „Der queere Blick“ an: Vier Drehbuchautor*innen können ihre aktuellen Projekte zum Thema vorstellen.

Tobias Keßler

20. bis 26.1.

Weitere Informationen: www.ffmop.de

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