Klassischer Tanz auf höchstem Niveau: Ballettkompanie des Mariinsky-Theaters zu Gast am Festspielhaus Baden-Baden

Mariinsky-Ballett mit „Rubies“, Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre

Wer Ballett auf Weltklasseniveau erleben möchte, der ist im Festspielhaus Baden-Baden an der richtigen Adresse. John Neumeier und sein Hamburg Ballett, das Sankt Petersburger Mariinsky-Ballett und andere Hochkaräter sind hier regelmäßig zu Gast. Zum Ausklang dieses Jahres präsentiert sich, wie es Tradition ist, die Tanzkompanie vom Mariinsky-Theater mit einem anspruchsvollen, klassischen Programm. Gezeigt werden: Peter Tschaikowskys „Der Nussknacker“ (25./26. 12.), „Dornröschen“ (21.-23. 12.) und George Balanchines legendäres Ballett „Jewels“.

In der Tat zählt das Mariinsky-Ballett zu den prägendsten Schmieden des klassischen Tanzes. „Das Mariinsky-Ballett ist eine der ältesten Ballett-Compagnien der Welt“ erklärt Yuri Fateyev, Leiter des Mariinsky-Balletts. „Wir sind bekannt für unsere reichen Tanztraditionen und fühlen uns daher besonders der Pflege des klassischen Repertoires verbunden.“ Sowohl Tschaikowskys „Der Nussknacker“ als auch dessen Märchen-Ballett „Dornröschen“ erlebten hier am Ausgang des 19. Jahrhunderts ihre Uraufführungen. „Alle klassischen Aufführungen, die wir auf den wichtigsten Bühnen der Welt sehen können, stammen praktisch aus St. Petersburg, aus diesem Theater“, sagt der Ballettchef. Die Tanzkompanie präsentiert sich auch dieses Mal gemeinsam mit dem Mariinsky-Orchester. Für die Inszenierung und die Mariinsky-Philosophie ist es unerlässlich, dass die Musik eine adäquate Rolle spielt. Für Fateyev ist klar: „Tanz und Musik sind untrennbar“ miteinander verbunden. „Natürlich ist es unmöglich, sich unser Auftreten in Baden-Baden ohne das Mariinsky-Orchester vorzustellen, weil auch dies schon zu einer Tradition geworden ist. Durch die Darsteller auf der Bühne und durch das Spiel des Orchesters wird jede Aufführung einmalig.“ Wunsch des Ballettchefs ist es, in Baden-Baden über die Jahre hinweg das ganze Repertoire zu zeigen. Am Festspielhaus selbst freut man sich dieser Tage ganz besonders auf „Dornröschen“, da die letzte Aufführung dieses Stücks mit dem Mariinsky-Ballett schon ein paar Jahre zurückliegt.                                                                       

Margret Scharrer im OPUS Kulturmagazin 76 (November / Dezember 2019) auf S. 106 f. Weitere Beiträge zu Theater, Oper und Tanz finden Sie in der Rubrik “Bühne”.

Info: www.festspielhaus.de

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