Ballett-Premiere am SST: Uraufführung »Sound & Vision«

Die Choreographie von Stijn Celis zeigt, was das Saarländische Staatsballett mit David Bowie und Co. verbindet.

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Sound and Vision am Saarländischen Staatstheater © Foto: Simon Stenger

(red.) Let’s Dance! Wer die Uraufführung »Sound & Vision« sieht, will nur eins: tanzen, tanzen, tanzen. Die Choreographie des Ballettdirektors erzählt von der Gier nach Bewegung und Nähe in Zeiten von Distanz und Sicherheitsabstand. Die Tänzer*innen des Saarländischen Staatsballetts schweigen nicht bei ihrem Auftritt, sondern schildern dem Publikum, wie es ihnen mit den Corona-Regeln gegangen ist. Mit berührenden Aussagen sowie der kraftvollen und auch einfühlsamen Musik schwindet jede Distanz.

Unter den Auflagen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus muss der Bühnentanz neue Wege gehen. In einer Zeit, in der Abstandhalten das Gebot der Stunde ist, kann auch Ballettdirektor Stijn Celis nicht anders, als diese Beschränkungen für seine Kunst zu berücksichtigen. Deshalb schaut seine neue Choreographie – zu Musik von David Bowie, Florence + The Machine, Rammstein, Isao Tomita und anderen – auf Solo und kleinere Formationen ohne Körperkontakt und beschäftigt sich mit den Empfindungen der Kom­paniemitglieder während der Phase strenger Ausgangsbeschränkungen im März und April.

Als Mitte März buchstäblich von heute auf morgen das Saarländische Staatstheater geschlossen wurde und den Probenbetrieb einstellte, war auch das Saarländische Staatsballett davon betroffen. Die Mitglieder der Kompanie mussten auch die geltenden Ausgangsbeschränkungen einhalten. Sie vertrieben sich die Zeit viel mit Lesen, Bewegungsübungen und Musik. Dabei spielte gerade die Musik – von Popmusik zu World Music und Chansons – eine Rolle, spendete sie nicht nur Unterhaltung und Wohlbefinden, sondern auch Trost und Beruhigung in jenen Wochen der Ungewissheit.

Der Titel der Choreographie – »Sound & Vision« – bezieht sich auf den gleichnamigen Hit von David Bowie, den er 1976 in West-Berlin geschrieben und aufgenommen hat. Hierher, nach West-Berlin, war Bowie vor dem glamourösen Showbiz Londons geflüchtet; hier lebte er in einer selbstgewählten Isolation und konnte ohne Druck musikalisch experimentieren.

 

Zum Stück

Choreographie: Stijn Celis

Bühnenbild: Sebastian Hannak

Kostüme: Laura Theiss

Video: Leonard Koch

Dramaturgie: Klaus Kieser

 

Termine

Premiere – Uraufführung »Sound & Vision«

Samstag, 3. Oktober 2020, 18 Uhr
Großes Haus

(Ausverkauft)

 

Sonntag, 11. Oktober 2020, 18:00 Uhr

Samstag, 17. Oktober 2020, 19:30 Uhr

Freitag, 23. Oktober 2020, 19:30 Uhr

Freitag, 30. Oktober 2020, 19:30 Uhr (vergünstigte Tickets für OPUS-Abonnent*innen)

Mittwoch, 04. November 2020, 19:30 Uhr

Freitag, 06. November 2020, 19:30 Uhr

Freitag, 20. November 2020, 19:30 Uhr

Donnerstag, 17. Dezember 2020, 19:30 Uhr

 

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