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  • Wandererfantasie und die “Unvollendete” vollendet

    Zwei beeindruckende klassische Konzert im Abstand von 15 Stunden in der Saarbrücker Congresshalle: zunächst das Landes- Jugend Symphonieorchester des Saarlandes mit Werken von Carl Maria von Weber, Wolfgang Amadeus Mozart Johannes und Brahms, gut gespielt nach einer Tornee durch die baltischen Staaten und mit überzeugendem klanglichen Ergebnis des Teenager-Orchesters.

  • Verklärte Nacht und Hexensabbat

    Der neue Chefdirigent des Orchestra National de Metz (bis zu Sommer Orchestre National de Lorraine) Daniel Reiland hat nun im Metzer Arenal sein zweites Konzert dieser Spielzeit gegeben, mit einem Orchester, das durch die langjährige Arbeit mit Jacques Mercier eine hohe Qualität erreicht hat. Es war ein sehr vielfältiges Programm, stilistisch zumindest, auch wenn das Thema die Linie vorgab. Im Rahmen des Minifestivals “Ècouter le Nuit” wurden ganz unterschiedliche Nachtstücke (Titel: Nuits Èzoilées) aufgeführt, von Mozart bis zu Arvo Pärt, dem estnischen Kultkomponisten.

  • Hochspannung im Saarländischen Staatstheater

    Zweieinhalb Stunden Hochspannung, voll von innerer Dramatik: Die Neuinszenierung von Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die Tote Stadt“ am Saarländischen Staatstheater war ein besonderes Erlebnis. Die Jubelschreie am Ende zeigten, dass dieses Stück das Publium nicht nur erreicht, sondern auch fasziniert und getroffen hatte Es ist eine Geschichte von Treue bis übers Grab, eine Geschichte von Verführung, von Illusionen, von der Suche nach Nähe und schließlich auch eine Geschichte, die tödlich endet.

  • Bewegender Saisonauftakt der Deutschen Radio Philharmonie mit Mahler und Richard Strauss

    Der Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie, Pietari Inkinen, eröffnete die neue, seine zweite Saison mit einem Endzeitstück, den “Vier letzten Liedern” von Richard Strauss, für die er die amerikanische dramatische Sopranistin Lise Lindström nach Saarbrücken eingeladen hatte. Vor vollem Haus begeisterten die Solistin und das Orchester mit einer sehr innigen Interpretation dieser persönlichen Lieder, die Strauss wie zum Abschied am Ende seines Leben komponiert hatte.

  • Prima la Musica – “La Traviata” am Saarländischen Staatstheater

    Großer Applaus im Saarländischen Staatstheater für die Neuinszenierung von Giuseppe Verdis “Traviata”, in der drei Sänger des eigenen Saarbrücker Ensembles zu Hochform aufliefen, in einer überzeugenden Regie von Ben Baur, der die Akte als Tableaus inszenierte, mit einer geradezu vorzüglichen Personenführung. “La Traviata”, so streng inszeniert, ließ den Zuhörer an der Seelenlage der Protagonisten direkt teilhaben.

  • Türkischer Markt und großes Theater auf der Musikbühne

    Fazil Say // Copyright: Marco Borggreve Türkischer Markt und großes Theater auf der Musikbühne Das Saarländische Staatsorchester mit Fazil Say und Nicholas Milton von Friedrich Spangemacher Das war schon fast der große Paukenschlag kurz vor Ende seiner letzten Spielzeit. Das Konzert, das Nicholas Milton am vergangenen Wochenende mit Fazil Say als Solisten gab, hatte es […]

  • Story Teller – Geschichten in Neuer Musik in einer Matinee der Deutschen Radio Philharmonie

    Johannes Kalitzke // Copyright: Stefan Fuhrer von Friedrich Spangemacher Sie habe hier in Saarbrücken wirklich ein viel zu wenig bekanntes Kleinod der Pflege Neuer Musik erlebt, so die niederländische Mezzosopranistin Christianne Stotijn, die am vergangenen Sonntag den Solopart in einem bemerkenswerten Stück des holländischen Komponisten Michael van der Aa übernahm. Tatsächlich hat sich das Orchester […]

  • Science-Fiction-Oper als Parabel für innere Seelenzustände – Michael Obsts „Solaris“

    Man kann das Staatstheater Saarbrücken für diese Produktion nur beglückwünschen: für die Kammeroper „Solaris“ des Komponisten Michael Obst, die jetzt in der Alten Feuerwache Premiere hatte. Es ist ein mitreißendes Werk, das die Zuschauer zwei Stunden lang in Atem hält und sie mitnimmt auf eine ungewöhliche Reise, die vom fernen Weltall in die Seelenzustände des einzelnen Individuum führt – und das am Ende mit einer ungeheuern Zentrifugalkraft.