Ausstellungsvorschau der Reiss-Engelhorn-Museen / Dezember 2020 – Februar 2021

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Auschnitt aus dem Bild „Together-Forever“. Traditionell hatte in Altägypten der Mann die dominierende vordere Position und wurde durch Amtsstab und Zepter als ranghohe Person gekennzeichnet. Frauen wurden hingegen zumeist kleiner und dem Mann untergeordnet dargestellt. Hier steht die Frau vorne und trägt obendrein die Würdezeichen in Form von Amtsstab und Zepter in ihren Händen. Die Kleidung der beiden Personen orientiert sich an altägyptischen Vorbilder und wurde extra für die Aufnahmen von Marc Erwin Babej angefertigt.© Marc Erwin Babej

 

 

Bis 6.1.2021
Jörg Brüggemann: wie lange noch
Reiss-Engelhorn-Museen, ZEPHYR – Raum für Fotografie, Museum Weltkulturen D5

ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen präsentiert bis 6. Januar 2021 die Sonderausstellung „Jörg Brüggemann: wie lange noch“. Der in Berlin lebende Fotograf Jörg Brüggemann (*1979 in Herne) widmet sich in einem Langzeitprojekt dem Thema Autobahn – diesem riesigen Teppich aus Asphalt und Beton, der sich über die Landschaft gewebt hat. Als das monumentale Bauwerk der Deutschen repräsentiert und stiftet sie deutsche Kultur.

Bevor sich in den nächsten Jahren das Bild auf unseren Autobahnen durch Elektroautos, Carsharing und automatisiertes Fahren vermutlich radikal ändern wird, hält Jörg Brüggemann noch einmal fest, wie umfassend der Verbrennungsmotor die Mobilität des 20. Jahrhunderts geprägt hat. Damit schuf er ein bildnerisches Zeitdokument über Deutschland und seine Autobahn.

www.zephyr-mannheim.de

bis 10.1.2021
In 80 Bildern um die Welt
Reiss-Engelhorn-Museen, Forum Internationale Photographie, Museum Zeughaus C5

In Corona-Zeiten ist das Reisen plötzlich nicht mehr selbstverständlich und unterliegt zahlreichen Einschränkungen. Die Sehnsucht nach der Ferne bleibt jedoch ungebrochen. Seit ihrer Erfindung konservieren Reisefotografien Erinnerungen und laden zum Träumen ein. Noch bis 10. Januar 2021 entführen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim auf eine fotografische Weltreise. Die Sonderausstellung „In 80 Bildern um die Welt“ vereint faszinierende Reisefotografien aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Zu Land, zu Wasser und in der Luft steuert sie Sehnsuchtsorte an und zeigt, wie sich das Reisen, aber auch die Fototechnik im Laufe der Zeit verändert haben.

Die Schau begleitet die ersten Touristen ins sagenumwobene Reich der Pharaonen, ins Heilige Land, zum Golf von Neapel oder zum Fuji nach Japan. Die Aufnahmen der Fotopioniere wecken Fernweh. Sie bestechen durch ihre Brillanz und sind teils kunstvoll handkoloriert. Diesen frühen Bildern stehen in der Ausstellung die Arbeiten bedeutender Fotografinnen und Fotografen des 20. Jahrhunderts gegenüber. In ihrem jeweils ganz eigenen Stil halten sie nahe und exotische Orte in Schwarz-Weiß und Farbe fest. Bildikonen der legendären STERN-Fotografen sind ebenso vertreten wie u.a. eindrucksvolle Arbeiten von Henri Cartier-Bresson, Fritz Henle, Jürgen Heinemann, Helmut Gernsheim und Robert Häusser.

Die gezeigten Bilder stammen aus den reichen Beständen des Forums Internationale Photographie. Viele davon sind erstmals zu bewundern.

www.rem-mannheim.de

Verlängert bis 17.1.2021
Chromatik – Klang der Farbe in der modernen Glaskunst
Glanzlichter aus der Sammlung Peter und Traudl Engelhorn des mudac Lausanne
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5

Mit der Sonderausstellung „Chromatik“ widmen sich die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim noch bis 31. Januar 2021 der faszinierenden Welt der zeitgenössischen Glaskunst. Im Mittelpunkt steht das Spiel von Licht und Farbe. Mit dem Material Glas verbindet man in der Regel Transparenz und Farblosigkeit. Die Schau entlarvt dieses Klischee und präsentiert 36 Exponate in schillernden Farbtönen.

Die Schau zeigt Glanzlichter aus der Sammlung Peter und Traudl Engelhorn des mudac/Lausanne. Sie vereint Werke von den späten 1960er Jahren bis heute. Es sind Arbeiten namhafter Künstlerinnen und Künstler aus Europa, Japan sowie den USA. Die Objekte bestechen durch ein breites Spektrum an Formen und offenbaren, wie unterschiedlich Künstler mit dem anspruchsvollen und ungewöhnlichen Material Glas umgehen. Aber nicht nur die Gestaltung verlangt dem Künstler hohes Können ab, sondern auch die Komposition der Farbe. Durch das Beimischen von Metalloxiden entstehen verschiedene Farbnuancen – von Königsblau über durchscheinendes Grün und sattes Orange bis feurigem Rot. Neben ihrem ästhetischen Reiz spielen die Exponate auch mit den Emotionen des Betrachters. Farben sprechen eine eigene Sprache und werden mit bestimmten Gefühlen assoziiert. Rot steht beispielsweise oft für Gefahr oder Leidenschaft, wohingegen Blau Sicherheit oder Weite verspricht.

www.rem-mannheim.de

Verlängert bis 31.1.2021
Marc Erwin Babej: Yesterday – Tomorrow
Die Wiedergeburt der Ägyptischen Kunst nach 2000 Jahren
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5

Vom Alten Ägypten geht eine besondere Faszination aus. Die Pyramiden, der aufwändige Totenkult und die zeitlos schönen Kunstwerke ziehen Menschen bis heute in ihren Bann. Dieser Faszination ist auch der deutsch-amerikanische Fotokünstler Marc Erwin Babej erlegen. In seiner neuesten Werkserie „Yesterday – Tomorrow“ haucht er der altägyptischen Kunst nach zwei Jahrtausenden neues Leben ein. Er bedient sich der charakteristischen Darstellungsformen und entwickelt sie mit der Technik des 21. Jahrhunderts weiter. In seinen imposanten Fotomontagen verschmelzen gekonnt Vergangenheit und Gegenwart. Nach Ausstellungen in Kairo und Alexandria sind die großformatigen Arbeiten noch bis 31. Januar 2021 in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen.

Im Reich der Pharaonen hatten Bilder eine große Bedeutung und waren allgegenwärtig. Babej adaptiert die Formensprache der altägyptischen Kunst und greift auch auf das wohl auffälligste Stilmittel zurück – die aspektivische Darstellung des menschlichen Körpers. Dieser wird gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven wie Frontal- und Seitenansicht abgebildet. Ungeahnte Möglichkeiten eröffnet dem Künstler zudem die einzigartige Verbindung von Bild, Symbolen und Text. Babejs „fotografische Reliefs“ bestehen aus hunderten, oft sogar mehreren tausenden Einzelaufnahmen. Sie frieren nicht einen einzigen Moment ein, sondern erzählen komplexe Geschichten. Kombiniert mit Hieroglyphen und lateinischen Buchstaben widmen sie sich Themen, die heute ebenso aktuell sind wie im Alten Ägypten: Repräsentation von Macht, der Integration von Fremden, Liebesbeziehungen oder dem Streben nach unvergänglicher Schönheit.

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Ägypten – Land der Unsterblichkeit
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5

Mit der beliebten Sonderausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“ entführen die Reiss-Engelhorn-Museen ins Reich der Pharaonen, Hieroglyphen und Mumien. Die Schau ist dauerhaft im Museum Weltkulturen D5 zu sehen.

Mit außergewöhnlichen Exponaten und aufwändigen Inszenierungen illustriert sie wichtige Aspekte wie das Alltagsleben an den fruchtbaren Ufern des Nils, die Stellung des Pharaos und seines Beamtenstaates, den aufwändigen Totenkult sowie die weitverzweigte Götterwelt. Sie  spannt den Bogen von den Anfängen im 4. Jahrtausend v. Chr. über das Alte, Mittlere und das Neue Reich, die ptolemäisch-römische Epoche bis zur koptischen Zeit im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr.

Ein besonderer Publikumsliebling ist die originalgetreue Inszenierung der reich verzierten Sargkammer des Sennefer. Durch den Austausch von Exponaten und ergänzende Ausstellungen gibt es regelmäßig neue Kostbarkeiten zu bewundern.

www.rem-mannheim.de

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