3. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz – mit weiblicher Note

15. und 16. November um 20 Uhr im Großen Haus Auftakt (Konzerteinführung) jeweils um 19 Uhr

Zanaida © Andreas Etter

 Zum 3. Sinfoniekonzert lädt das Philharmonische Staatsorchester Mainz am 15. und 16. November ein.

Gastdirigent Peter Hirsch dirigiert dann Musik von Lili Boulanger, Maurice Ravel und Alexander Zemlinsky – ein Programm mit einer sehr weiblichen Note.

Eine wichtige Stimme der Musikgeschichte des Fin de Siècle war die französische Komponistin Lili Boulanger, die 1913 als erste Frau überhaupt den begehrten Kompositionspreis „Grand Prix de Rome“ gewann – eine Sensation. Kurz vor ihrem frühen Tod entstand D’un

soir triste  (Von einem traurigen Abend), eine großangelegte rhapsodische Klage, die mit düsteren Klangfarben von Trauer und Schmerz kündet.

Maurice Ravel wollte die Poesie der Kindheit wachrufen, als er 1908 seinen Zyklus Ma mère l’oye  (Meine Mutter, die Gans) schrieb. In dem märchenhaften Zyklus für Orchester, dessen Teile eine große Zauberkraft entwickeln, begegnen wir unter anderem Dornröschen, der hässlichen Kaiserin der Pagoden sowie der Schönen und dem Biest.

Alexander von Zemlinskys Lyrische Symphonie in sieben Gesängen erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Mann und Frau von einer verzehrenden Liebe:

zwei Gedichte von der Sehnsucht, zwei von der Erfüllung der Liebe und drei Gedichte von Loslösung, Befreiung und Abschied. Als Frau und Mann werden die Sopranistin Marlene Mild und Bariton Brett Carter zu hören sein.

Den Abend dirigiert Peter Hirsch, der bei vielen Orchestern und an vielen Opernhäusern weltweit ein gern gesehener Gast ist. In Mainz war er bereits mehrfach zu erleben, zuletzt 2016. Prägend für Hirschs Arbeit war die Begegnung, Zusammenarbeit und Freundschaft mit Luigi Nono. Diese Beschäftigung mit der Moderne ließ ihn immer mehr das Neue im Alten suchen. So ist er heute sowohl im klassischen Repertoire als auch in der zeitgenössischen Musik ein gefragter Dirigent.

Lili Boulanger

D’un soir triste

Maurice Ravel

Ma mère l’oye.  Ballet en cinq tableaux et une apothéose

Alexander Zemlinsky

Lyrische Symphonie op. 18 in sieben Gesängen nach

Gedichten

Dirigent: Peter Hirsch

Sopran: Marlene Mild

Bariton: Brett Carter

15. und 16. November um 20 Uhr im Großen Haus

Auftakt (Konzerteinführung) jeweils um 19 Uhr

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