2. Sinfoniekonzert mit Deutscher Erstaufführung: Charlie Siem spielt Gabriel Prokofievs Violinkonzert “1914”

Sonntag, 14. Oktober und Montag, 15. Oktober, Congresshalle

Copyright: Cliff Lipson


Mit einer Deutschen Erstaufführung lockt das 2. Sinfoniekonzert des Saarländischen Staatsorchesters: Das Violinkonzert »1914« von Gabriel Prokofiev, diesjähriger »Artist in Focus« und Enkel des berühmtes Komponisten Sergej Prokofjew, erklingt am 14. und 15. Oktober erstmals in einem deutschen Konzertsaal. Als Solist konnte der junge britisch-norwegische Geiger Charlie Siem gewonnen werden, der nicht nur in der Musikwelt, sondern auch in Pop- und Modebranche gefragt ist.

Welt im Wandel: Violinist wird Fotomodell, zufällig, weil er bei einer Buchvorstellung Geige spielt und gleich darauf »gecastet« wird. Charlie Siem gilt nicht nur wegen seines Spiels als so aufsehenerregend, dass sogar schon ein Film über ihn gedreht wurde. Erste Szene: Charlie Siem kauft einen orangefarbenen Porsche Carrera. Gleich darauf zeigt die Dokumentation »A modern man« der dänischen Regisseurin Eva Mulvad den 1986 geborenen Sohn des norwegischen Milliardärs Kristian Siem als den Stargeiger mit dem brillanten, noblen Ton, für den er gefeiert wird.
Charlie Siem spielt Violine, seit er drei Jahre alt ist. Sein Instrument, eine Guarneri del Gesù von 1735, ist unbezahlbar. Gefragt, was ihn weiter gebracht habe, nennt er einen angeborenen Sinn für Disziplin sowie das Bedürfnis nach Aufgaben. Auch wenn er in Pop- wie Modebranche (Kooperationen bestehen mit Modemarken wie Armani, Dior, Chanel, enge Zusammenarbeit mit Pop-Größen wie Bryan Adams oder Lady Gaga) überaus gefragt ist, ist Siem jedoch vor allem eines: ein herausragender Musiker.
Im 2. Sinfoniekonzert des Saarländischen Staatsorchesters spielt er das Violinkonzert »1914« des elf Jahre älteren Gabriel Prokofiev. Und der, diesjähriger »Artist in Focus« des Staatsorchesters und Enkel des russischen Komponisten Sergej Prokofiev, ist auch ein »modern man«: Zunächst in der Nachtclub- und DJ-Szene unterwegs, fand er zurück zur klassischen Musik – und ist seither in beiden Welten zuhause, schlägt Brücken. Sein 2014 uraufgeführtes Violinkonzert erlebt nun in Saarbrücken seine Deutsche Erstaufführung: Ein Stück über den ersten Weltkrieg, über Männer, die frohgemut in den Krieg ziehen und völlig zerstört zurückkehren, wenn sie überhaupt überleben. Die Solovioline erkundet Einzelschicksale: Da gibt es den abgebrühten General oder den sehnsuchtsvollen, noch viel zu jungen Mann, Väter, Söhne, Brüder.
Außerdem auf dem Konzertprogramm: Modest Mussorgskys Sinfonische Dichtung »Eine Nacht auf dem kahlen Berge«, die 1889 auf der Pariser Weltausstellung weltbekannt wurde und das ferne, geheimnisvolle Russland in einem düster-spektakulärem Orchester-Rausch vorführte, sowie das etwa 30-minütige »Konzert für Orchester« des polnische Komponisten Witold Lutoslawski, der zwischen Tradition und Atonalität zu seiner ganz eigenen Musiksprache fand.

KARTEN
Vorverkaufskasse, Schillerplatz 2, 66111 Saarbrücken
Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr, Samstag: 10 – 14 Uhr
Telefon (0681) 3092-486 | Fax (0681) 3092-416 E-Mail kasse@staatstheater.saarland

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