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KULTURKALENDER

 

Sommer in St. Wendel

Donnerstag, 9. Juli


Igor Dörge: o.T., 2009, Acryl/Öl/Leinwand, 80x70 cm (C)Raphael Maass

Igor Dörge: o.T., 2009, Acryl/Öl/Leinwand, 80x70 cm (C)Raphael Maass



15 Jahre Sommerausstellungen im Stadtmuseum St. Wendel

"Seit etwa 15 Jahren veranstalten wir besondere Sommerausstellungen, wobei jeweils zwei oder drei Künstler oder Künstlerinnen, die in ihrer künstlerischen Arbeit auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam haben, zusammengebracht werden. Erst wenn man genauer hinschaut, kann man entdecken, dass die beiden Ausstellungen sich aber doch, sei es über das Thema, das Material oder die „Geschichte im Hintergrund“, ergänzen. Spannend wird es, wenn die Positionen sehr unterschiedlich sind, da durch die starke Kontrastwirkung die Eigenart der jeweiligen Ausstellung unterstrichen wird. Und das ist in diesem Sommerforum der Fall. Es bekam deshalb den Namen „vis-à-vis“, und dieses Konzept spiegelt sich auch in der zur Ausstellung gehörenden Broschüremappe wider.“    

Kunst aus dem Saarland - Qualität zählt, nicht Heimattümelei

Also sprach Museumsleiterin Drs. Cornelieke Lagerwaard und lädt jeweils im Sommer junge oder unbekannte Künstler oder bekannte Künstler mit bislang unbekannten Werkgruppen in die beiden Ausstellungsräume im Stadtmuseum ein. Gemeinsames Kennzeichen der im Sommer Geladenen mit denen, die übers Jahr hier im Haus An der Mott sich einfinden, bleibt die Bindung an das Land. Wer hierher kommt, der hat entweder etwas mit der von dem St. Wendeler Bildhauer Leo Kornbrust gegründeten  „Straße des Friedens“ zu tun und dafür eine Skulptur gemacht oder er kommt aus dem Land, arbeitet aber anderswo künstlerisch oder kam von außerhalb ins Saarland und arbeitet hier künstlerisch. Damit bleibt das von Cornelieke Lagerwaard seit 1989 geführte Haus eine Bastion der Kunst der Region: Jenseits der Heimattümelei, weil immer darauf bedacht die Qualität künstlerisches Arbeit in der Region zu suchen, zu finden und auszustellen.  

Mit den beiden Malern Vera Kattler und Igor Dörge bat Cornelieke Lagerwaard zwei Künstler ins Haus, deren Werdegang mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar verbunden ist. Im 20. Jahr des Bestehens dieser Schule und des Museums wirft damit die Ausstellung auch dieses Jubiläum und zeigt ein weiteres Mal wie sehr das Haus und sein Programm mit der Kunst der Region verbunden ist.  

SABINE GRAF    

 Am Donnerstag, dem 9. Juli, findet ab 17.00 Uhr im Stadtmuseum St. Wendel ein Werkgespräch mit den Malern Vera Kattler und Igor Dörge statt.

Mit ihrer Ausstellung „Malerei: vis-à-vis“ präsentieren sie sich im Stadtmuseum St. Wendel in der Ausstellungsreihe Sommerforum 2009. Seit Beginn dieser Ausstellungsreihe, die seit fast 15 Jahren stattfindet, besteht das Konzept darin, zwei  Künstler zusammenzubringen, die in ihrer künstlerischen Arbeit auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam haben, deren Kunst sich aber doch, sei es über das Thema, das Material oder die „Geschichte im Hintergrund“, berührt. Und so „berühren“ sich in diesem Jahr Igor Dörge und Vera Kattler über die gegenständliche Malerei.  

Igor Dörge (geb. 1963 in Berlin), studierte, nachdem er eine Schreinerlehre absolviert hatte, 1990-1995 Architektur an der Fachhochschule Frankfurt am Main und 1999-2005 Freie Kunst an der HBK Saar bei Prof. Bodo Baumgarten.  

Vera Kattler (geb. 1965 in Wadgassen/Saar) studierte 1999-2005 Freie Kunst an der HBK Saar bei Prof. Bodo Baumgarten und Prof. Daniel Hausig. 2005 Diplom (mit Auszeichnung) bei Prof. Hausig im Fachbereich Mixed Media/Malerei. Vera Kattler erhielt 2004 den Kulturpreis des Stadtverbandes Saarbrücken und 2006 ein Förderstipendium der Stadt Saarbrücken.  

Info: Zur den Ausstellungen erscheinen zwei 24-seitige Broschüren (mit zahlreichen farbigen Abbildungen), die zusammen in einer Mappe für den Preis von 10 Euro im Museum erhältlich sind.  

Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 16. August.   Öffnungszeiten: Di, Mi und Fr 10-13 und 14-16.30 Uhr; Do 10-13 und 14-18 Uhr; Sa 14-16.30 Uhr; So (und an Feiertagen) 14-18 Uhr; Mo immer geschlossen