
KULTURKALENDER
Mit Robert Leonardy in neuem Fahrwasser
Montag, 30. JanuarFörderverein Saarphilharmonie wählt neuen Vorsitzenden
Der Förderverein Saarphilharmonie hatte zu einer außerordentlichen
Mitgliederversammlung am 16. Januar 2012 geladen. Im Namen des
Vorstandes begrüßte Prof. Christoph Poppen die Vereinsmitglieder, denen er
zu Beginn einen Tätigkeitsbericht präsentierte. Er leitete im Anschluss über zum
Bericht von Herrn Peter Gartiser von der Münchner Projektmanagementgesellschaft
Metrum, die im vergangenen Jahr den Auftrag zur Erstellung einer
Studie zum vorgesehenen Projekt eines Konzerthauses für das Saarland
erhalten hatte.
Im Kern ihrer Untersuchung kommt die Gesellschaft zu dem Ergebnis, daß die
Saarphilharmonie als ein Konzertsaal der Zukunft gestaltet werden und zwei
wesentliche Anforderungen erfüllen müsse. Einerseits sei eine herausragende
Akustik ein unbedingtes Muss, wolle man heimischen und internationalen
Klangkörpern und Künstlern gerecht werden. Ein zu konzipierender Konzertsaal
in Saarbrücken könne schließlich eine nahezu verdoppelte Nachfrage im
Klassikbereich befriedigen.
Außerdem müsse ein Raumangebot geschaffen werden, das den Aufbau eines
einzigartigen und innovativen Musikvermittlungsprogramms erlaube. Das
Angebot hierfür –das Programm richte sich an Jugendliche aller Altersgruppen
und sozialen Schichten- werde von den Institutionen des Landes und der Stadt
bereitgestellt. Das von Metrum vorgelegte Konzept fand eine breite
Zustimmung und wurde von den Mitgliedern mit starkem Beifall bedacht.
Im Anschluss an die Präsentation wurde Prof. Robert Leonardy, Künstlerischer
Leiter der Musikfestspiele Saar, einstimmig zum Vereinsvorsitzenden und damit
zum Nachfolger des letztjährig verstorbenen Fritz Raff gewählt. In seiner
Antrittsrede hob er hervor, dass er sich gern für einen hervorragenden,
international wahrgenommenen Konzertsaal in Saarbrücken einsetzen wolle.
Dieses Ziel sei dann erreichbar, wenn alle davon profitierenden Institutionen
und vor allen Dingen auch alle Konzertliebhaber des Landes mit einer Stimme
sprächen.
Er erwarte möglichst bald ein positives Signal von der Politik, damit auch
private Sponsoren, Förderer und Unternehmen für die Idee eines
Konzerthauses begeistert werden könnten. Eine enge, konstruktive
Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in Stadt und Land müsse trotz der
derzeitigen Großprojekte im Land möglich sein. Schließlich gehe es um eine
zukunftsorientierte Infrastruktur für das Saarland.
Die Forderung von Leonardy geht hin zu einer Verbreiterung des
Mitgliederstammes und damit der Vereinsbasis, damit dem berechtigten
Ansinnen der Mitglieder ein noch stärkeres Gewicht zukomme. Die nächsten
Schritte nach Einbindung der Politik sind nach Prof. Leonardy die Begutachtung
möglicher Standorte und in enger Abstimmung mit einem Akustiker die
Konkretisierung des Projekts.
Alle Musikinteressierten sind aufgerufen, sich über die Homepage
www.saarphilharmonie.de über das Projekt zu informieren und Mitglied im
Förderverein zu werden. Auch einmalige, steuerlich abzugsfähige Spenden zur
Aufrechterhaltung der Infrastruktur des Vereins sind willkommen.





